Durch die Unwetter in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben Dutzende Menschen ihr Leben verloren. Foto: Thomas Frey/dpa
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Immer noch 16 Vermisste in Rheinland-Pfalz Zahl der Toten nach Flutkatastrophe steigt auf 189

Mitte Juli verursachen extreme Regenfälle verheerende Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und NRW. Noch immer finden Einsatzteams weitere Todesopfer.

Mehr als drei Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten um eins auf 142 gestiegen. 16 weitere Menschen würden immer noch vermisst, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Insgesamt gab es 766 Verletzte. Nach Angaben des Sozialministeriums könnten 232 ältere Menschen, die in Einrichtungen gelebt hatten, nicht mehr zurück. Sie seien in anderen Heimen untergebracht worden.

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Extreme Starkregenfälle hatten am 14. und 15. Juli verheerende Überschwemmungen an Flüssen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausgelöst. Viele Gemeinden, insbesondere im rheinland-pfälzischen Ahrtal, wurden verwüstet. Auch Straßen und Brücken wurden zerstört. In Nordrhein-Westfalen gab es 47 Tote. Die Gesamtzahl der Opfer in beiden Ländern liegt damit derzeit bei 189.

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft Koblenz wegen der Flutkatastrophe Ermittlungen gegen den Landrat von Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU), aufgenommen. Gegen ihn bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen, teilten die Behörde und das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt am Freitag mit. Zudem werde gegen ein weiteres Mitglied des Krisenstabs ermittelt. (AFP)

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