Die außerirdische Künstlerin

Kate Bush sang Hits wie "Wuthering Heights" and "Running Up the Hill". Foto: picture alliance / dpa
Die Idole des Rick Astley Meine Helden - von Kate Bush bis Muhammad Ali

KATE BUSH

Ich sah Kate Bush zum ersten Mal Ende der 70er Jahre, in der Musikshow „Top of the Pops“. Danach dachte ich nur: Was war das denn? Eben noch eine Band, die „Da-da-da“ ins Mikro trällerte, in schicken Klamotten auftrat und Tänzer mit sexy Choreografien hatte. Und plötzlich eine Frau auf der Bühne, die Ballett tanzte, ein Kostüm wie im Theater trug und mit einer Stimme sang, die von einer anderen Welt zu kommen schien. Selbst als Teenager verstand ich, dass ihre Musik für dreieinhalb Minuten eine Flucht in eine andere Welt war. Wie Kurzgeschichten, die mich auf eine Reise mitnahmen. Als sie sich in den 90er Jahren vom Musikgeschäft zurückzog, habe ich mir deshalb gern vorgestellt, Kate Bush sei auf ihren Heimatplaneten zurückgekehrt und würde zu uns wieder auf die Erde kommen, wenn die Zeit dafür reif ist. Ich habe sie immer als Künstlerin angesehen, nicht nur als Popstar. Ich will mich nicht kleinreden, aber Kate Bush singt in einer anderen Liga als ich. So wie David Bowie und Prince auch. Nicht, dass sie keine vernünftige Tasse Tee kochen oder ihre Kinder zum Flughafen bringen kann, bei ihr passte jedoch alles in ein Gesamtkonzept. Ich gebe zu, ich bin darauf etwas neidisch, mittlerweile habe ich meinen Frieden damit geschlossen.

Zur Startseite