Der visionäre Regisseur

Der britische Regisseur Ridley Scott war bereits vier Mal für den Oscar nominiert. Foto: REUTERS
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RIDLEY SCOTT

Als ich 2000 den Trailer für „Gladiator“ zum ersten Mal im Kino sah, war ich elektrisiert. Seit Jahren hatte sich niemand mehr an einen Sandalenfilm getraut, sie galten als überholt und altmodisch. Ridley Scott erzählt die Geschichte eines Generals, der das Ohr des Kaisers hat – und plötzlich im Kerker landet. Scott ist gut darin, einen ganzen Kosmos um eine Person zu erschaffen. Seine Leistung besteht darin, dass wir ihm diese Welt glauben. Ich habe gelesen, dass er als einer der wenigen Regisseure die Storyboards für seine Filme selbst zeichnet. Ein echter Künstler, der im Kopf schon alle Szenen ausgemalt hat, bevor er sie mit Schauspielern dreht. Auch bei „Blade Runner“ gefiel mir, wie er komplett in dieser künstlichen Welt versinkt. Als Teenager in den 80er Jahren beeindruckte mich dieser beängstigende Blick in die Zukunft. Wir haben nach wie vor keine Androiden oder Roboter entwickelt, die wie Menschen aussehen und mit denen wir leben, doch kaum jemand zweifelt ernsthaft daran, dass es eines Tages so weit sein wird.

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