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Schnelle Küche Garnelen grillen auf Indonesisch

Kleiner Aufwand, großer Genuss. Einfache Rezepte aus unserer Redaktion. In Folge 64 füllen wir Wissenslücken mit Sate-Spießchen.

Indonesien ist in der Welt des guten Essens vergleichsweise unbekannt. Erstaunlich eigentlich. Immerhin ist das Land mit 249 Millionen Einwohnern das viertbevölkerungsreichste der Erde. Und hat mit seinen 17 500 Inseln, 200 Volksgruppen und der komplexen Migrations- und Kolonialgeschichte eine vielseitige kulinarische Tradition. Immerhin wurden um indonesische Gewürze schon Kriege geführt.

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Aber außer Nasi Goreng, dem großen und durchaus untypische Reisklassiker, kennt man hier wenige indonesische Gerichte. Da kommt das gerade erschienene Bali-Kochbuch von Nico Stanitzok und Sara Richter (EMF-Verlag) genau richtig. Es füllt einige Wissenslücken. Allein was man alles mit Kokosraspeln anstellen kann, oder wie viele Varianten der Würzpaste Sambal es gibt, macht Spaß zu erkunden. Ganz nebenbei kann das Buch jeden Grillabend bereichern. Denn es gibt eine ganze Reihe an Sate-Spießen, die natürlich am besten schmecken, wenn man sie über Holzkohle gart. Aber Pfanne geht natürlich auch, wenn es mal schnell gehen soll. Dafür eignen sich diese Garnelen-Spieße mit Chili. 

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Sara Richter, Nico Stanitzak: Bali - das Kochbuch. EMF-Verlag 2021, 224 Seite, 29 Euro. Foto: EMF Vergrößern
Sara Richter, Nico Stanitzak: Bali - das Kochbuch. EMF-Verlag 2021, 224 Seite, 29 Euro. © EMF

DAS REZEPT – Sate Udang

Zutaten (für 4 Personen)

Für die Chilipaste
5 lange rote Chilischoten 
7 Thai-Schalotten 
3 Knoblauchzehen 
4 cm frische Bio-Kurkuma 
4 cm frischer Bio-Ingwer 
1 Stängel Zitronengras 
1 kleine Tomate 
1 TL Tamarindenpaste 
5 Macadamianusskerne 
1 TL geröstete Garnelenpaste 
2 TL Korianderkörner Salz 
2 EL Rapsöl 
60 ml Kokosmilch (Dose)

Für die Garnelenspieße

1 Limette 
600 g Garnelen (küchenfertig, alternativ TK-Garnelen)

Außerdem

12 Bambusspieße (à ca. 15 cm) 
2 EL Rapsöl (nach Bedarf) 
Reis als Beilage 
Sambal nach Wahl 

Zubereitung 

Die Holzspieße für mindestens 1 Stunde in Wasser einlegen. Die Chilis waschen, die Stielansätze entfernen und die Schoten klein schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und klein schneiden. Kurkuma und Ingwer waschen und in dünne Scheiben schneiden. Das Zitronengras von den äußeren harten Blättern befreien, waschen und den Stängel etwas weich klopfen. Die Tomate waschen, den Stielansatz entfernen und die Tomate vierteln. Die Tamarindenpaste mit 1 EL heißem Wasser verrühren und durch ein Sieb streichen.

Chilis, Schalotten, Knoblauch, Kurkuma, Ingwer, Tomate, Nüsse, Garnelenpaste, Korianderkörner und 1 TL Salz in einen Blitzhacker geben und zu einer feinen Paste pürieren. Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Gewürzpaste, Zitronengras und Tamarindenwasser dazugeben und unter Rühren für 5 Minuten bei mittlerer Hitze rösten. Kokosmilch einrühren und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Limette auspressen. Die Garnelen kalt abspülen, trocken tupfen und für 15 Minuten mit dem Limettensaft marinieren. Die Garnelen anschließend mit der Chilipaste vermischen und für 1–3 Stunden marinieren, dann auf die Spieße verteilen. Über Holzkohle bei großer Hitze für etwa 6 Minuten grillen, dabei häufig wenden. Alternativ können die Spieße portionsweise in einer Grillpfanne mit 2 EL Rapsöl gebraten werden. Mit Reis und Sambal nach Wahl servieren.

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