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© Juri Gottschall

Schnelle Küche – Die tägliche Rezeptkolumne Spaghetti burro e alici

Felix Denk

Kleiner Aufwand, großer Genuss: Einfache Rezepttipps aus unserer Redaktion. In Teil 75 gönnen wir uns ein paar italienische Momente.

Was ich am Wochenende koche, entscheide ich gern am Freitag. Da kommt der Newsletter des Splendido Magazins. Und der ist immer eine Freude. Denn das Online-Magazin der Journalistin und Autorin Mercedes Lauenstein und des Fotografen Juri Gottschall steckt voller Amore für die italienische Küche. Und es sieht auch noch ziemlich super aus. 

Die Rezepte sind meist einfach, schnell und gleichzeitig eine tiefe Verbeugung vor guten Produkten. Die Spaghetti burro e alici sind da das beste Beispiel. Man braucht quasi nichts. Blos Nudeln, Butter und Sardellen. Die sollten allerdings so gut wie möglich sein, damit das so schlichte Gericht seine ganze geschmackliche Genialität erreicht. Deshalb ist bei vielen Splendido-Rezepten auch eine kleine, kompetente Warenkunde dabei. Sehnsucht nach dem Süden geweckt? In der Rubrik „Strada“ verraten Lauenstein und Gottschall, wo am in Italien gut essen und einkaufen kann. 

Italienische Momente kann man auch in Berlin genießen. Gute Rohmilchbutter gibt es bei Vom Einfachen das Gute, eine schöne Auswahl an Sardellen führt Maitre Philipe. Und wer sich eine frische, handgeknetete Pasta gönnen will, sollte bei der Pastificio Tosatti vorbeischauen. 

REZEPT

Zutaten 

500 g Spaghetti
Ca. 80 g Rohmilchbutter
Ca. 12 Sardellen 

Zubereitung 

Vorneweg: Mengenangaben schätzen sie bei Splendido nicht so sehr. Genauso wie Zeitangaben. Hier ist Intuition gefragt und genaues Hinschauen, was in Topf und Pfanne so passiert.

Die Butter sollte auf Zimmertemperatur sein, also schon zwei Stunden vor dem Kochen aus dem Kühlschrank nehmen. Das Wasser für die Nudeln zum Kochen bringen, nicht zu stark salzen, Pasta zugeben. Währenddessen die Sardellen auf niedrigster Stufe schmelzen lassen. Da passiert lange nichts, so etwa nach fünf Minuten wird aus dem kleinen Fischchen ein brauner Brei. Die Sardellen bisschen abkühlen lassen und die Butter nach und nach einrühren. Es sollte eine sahnige, hellbraune Creme entstehen. Die Sauce sollte auch nur lauwarm sein, sonst wird sie zu flüssig. Ein paar Löffel vom Pastawasser vorsichtig zugeben, die Stärke sorgt für zusätzliche Bindung. Dabei immer rühren. 

Wenn die Pasta fertig ist, sofort zu der Sauce geben, auf Teller anrichten und mit einer Sardelle garnieren.

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