Neues Bestellangebot für exzellente Streetfoodküche aus Bangkok: Silom Foto: Silom/ promo
© Silom/ promo

Lockdown-Lieblinge Wo Foodies in Berlin Essen bestellen

„Nach dem Mezcal-Cocktail wurde es lustig“: Hier nennt Kai Röger vom Tagesspiegel seine Favoriten rund um den Helmholtzplatz.

Kai Röger durfte sich schon für das Stadtmagazin zitty durch die Berliner Gastronomie futtern. Seit knapp zehn Jahren arbeitet er beim Tagesspiegel und kümmert sich dort um die "Mehr Genuss"-Seiten. Für die Serie "Lockdown-Lieblinge" darf er sich zum ersten Mal selbst interviewen.

Mein Bestellgebiet?
Prenzlauer Berg rund um den Helmholtzplatz

Die Rettung nach einem langen Tag im Homeoffice
Kochen. Dank unserer Schnelle-Küche-Kolumne koche ich seit Beginn des ersten Lockdowns praktisch täglich. Nicht alles wird veröffentlicht, manches hält dem Urteil meines neunjährigen Kritikers nicht stand. Er kritisiert hart, manchmal fast schon ungerecht. Ich drohte ihm mit Hausverbot und Anwalt, das hat aber nichts genützt.

Isst und trinkt sich durch Berlin: Kai Röger vom Tagesspiegel Foto: Kai-Uwe Heinrich Vergrößern
Isst und trinkt sich durch Berlin: Kai Röger vom Tagesspiegel © Kai-Uwe Heinrich

Sie suchen Inspiration für zu Hause kochen? Hier gibt es über 150 einfache Rezepte für jeden Tag.

Das habe ich mir gegönnt
Das Mexiko-Menü vom Cordo. Kochen mit Tüten nach Zahlen und Video, dazu eine Spotify-Playlist und grandiose Getränkebegleitung. Die Gerichte waren großartig: überraschend, aber stimmig gewürzt, leicht zuzubereiten und sehr unterhaltsam. Die Getränkebegleitung (Mezcal-Cocktail zum Aperitif, danach wurde es lustig …) und die irre Playlist haben eine Eigendynamik entwickelt, weshalb das Menü mit vielen Tanzeinlagen und Pausen gut fünf Stunden dauerte.

Spannend war auch die Box von Bernhard Mosers Geschmackssachen: Ein große Gewächs von Robert Weil, Pickles von Tim Raue und die Kartoffelsuppe aus dem "Nobelhart & Schmutzig" – eine sehr coole Mischung und bestes Wildschweingulasch von Markus Herbicht. Fun fact: Ich mochte die Kartoffelsuppe mit gereifter, geräucherter Rohmilchbutter sehr, der neunjährige despotische Kritiker fand sie "sehr eigenartig" und schüttelte sich.

Überraschungsbox im Genuss-Abo: Bernhard Mosers Geschmackssachen Foto: Kai Röger Vergrößern
Überraschungsbox im Genuss-Abo: Bernhard Mosers Geschmackssachen © Kai Röger

Durch die fast tägliche Kocherei bin ich wenig zum Bestellen gekommen, habe aber ein wirklich seriöses indisch-pakistanisches Restaurant bei mir im Kiez entdeckt, das „Sadhu“, das gutes Chicken Vindaloo und Palak Paneer richtig heiß liefert.

Auch gut: Der exzellente Hühnereintopf (in Bioqualität für 6,50 Euro!) aus dem „Lorch & Söhne“ an der Danziger Straße 25 hat uns vor der Erkältung gerettet und die Semmelklöße aus dem winzigen Café Tilda am Helmholtzplatz, das mit dem Lockdown anfing, Eintöpfe, Gerichte im Weckglas und selbstgemachte Beilagen anzubieten, lässt das Wildschweingulasch von Markus Herbicht noch besser schmecken.

Bester Snack auf die Hand
Dass sich Köche der Fine-Dining-Liga zu Sandwichartisten verwandeln, zählt zu der raren Highlights des Lockdowns. Was zum Beispiel im „Mrs Robinson's“ zwischen zwei Brioche-Scheiben gelegt wird, ist nachhaltige Sandwichkunst auf Sterneniveau.

Hier geht es zu sieben Rezeptideen für Sandwichklassiker aus aller Welt (Abo).

Ein Favorit in meinem Kiez
Richtig begeistert hat mich das Silom: Wirt Si An Truong hat ein Angebot kreiert, dass mit guten Produkten und authentischer Würzung die Streetfoodküche Bangkoks in meine Küche brachte. Der Laab Ped war exzellent und die Satay-Spieße eine Klasse für sich. Das hat seinen Preis, lohnt aber.

Das will ich unbedingt bald ausprobieren
Das Menü von Arne Anker aus dem „Brikz“, das Chickensandwich aus dem Barra, das indischen Lieferangebot von „Tiffin“ und die Chirashi-Bowl aus dem „Shiori“.

Objekt der Begierde: das Chickensandwich aus dem Neuköllner "Barra" Foto: Barra/promo Vergrößern
Objekt der Begierde: das Chickensandwich aus dem Neuköllner "Barra" © Barra/promo

Diese Idee hat mich begeistert
Das Kochu Karu ist für mich eins der Restaurants, das sich am kreativsten und leidenschaftlichsten der Krise entgegenstellt: Während des ersten Lockdowns war das Menü noch sehr kleinteilig und nicht stadtweit zu bekommen. Mit dem zweiten Lockdown gibt es die „NimmMahl“-Boxen bereits in vielen Weinläden quer über der Stadt verteilt zum Abholen.

Das Beeindruckendste ist aber, wie sich der Inhalt verändert hat: Statt filigrane Teilchenküche in Tüten serviert das Kochu Karu jetzt kompaktere, aber nicht weniger köstliche Gerichte aus Weckgläsern mit sinnvollem Pfandsystem. Das nenne ich eine steile Lernkurve!

Kommt wie gerufen: Hier sind noch mehr Lockdown-Lieblinge von sechs Berliner Foodies (Abo). Hier finden Sie Eva Biringers Empfehlungen für Kreuzberg-Friedrichshain; hier Michael Hetzingers Tipps für die nördliche Mitte; hier Ursula Heinzelmanns Favoriten in Mitte, hier Nina Trippels Empfehlungen für Neukölln und Mitte, Bernhard Moser bestellt am liebsten hier und Fritz Lloyd Blomeyer dort.

Da geh ich hin, wenn der Lockdown zu Ende sein wird
Das "Prism" steht ganz weit oben auf meiner Liste. Gal Ben Moshe entwickelt sich und seinen ostmediterran verwurzelten Fine-Dining-Stil immer weiter, er hat in der Krise auf Take-away umgestellt, ich denke aber, er nutzte die Zeit auch, viele neue Gerichte für sein Menü zu entwickeln.

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