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Das pralle queere Leben: der CSD-Demonstrationszug auf der Straße des 17. Juni. Foto: AFP/DAVID GANNON
© AFP/DAVID GANNON

„Wir sind viele“ Berliner CSD-Veranstalter ziehen positive Bilanz

Hunderttausende haben in Berlin den Christopher Street Day gefeiert. Auch die Polizei verzeichnete ein friedliches Fest. Danach gab es jedoch zwei Attacken.

Die Veranstalter des Christopher Street Day (CSD) in Berlin haben eine positive Bilanz gezogen. Von der großen Demonstration und anderen Veranstaltungen drumherum am Samstag sei ein starkes Signal ausgegangen, sagte Sprecherin Sandrina Koemm-Benson am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

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„Wir sind viele, und wir sind laut. Und wir lassen uns nicht den Mund verbieten. Wir stehen für unsere Rechte ein“, sagte die Sprecherin weiter. Der CSD habe einmal mehr gezeigt, dass man politische Ziele auch mit viel Spaß vertreten und damit viele Menschen überzeugen könne.

Der Berliner CSD ist eine der größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, queeren und intergeschlechtlichen Community (LGBTQI) in Europa. Am Sonntag waren Hunderttausende bei einer bunten Parade durch mehrere Berliner Stadtteile gezogen, am Abend gab es ein großes Fest am Brandenburger Tor.

Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf insgesamt 600.000. Die Polizei hatte zunächst von etwa 150.000 Teilnehmern gesprochen und aktualisierte die Zahl am späten Abend auf 350.000.

Polizei und Veranstalter bilanzierten übereinstimmend, dass es keine großen Zwischenfälle gegeben habe. „Alles war großartig organisiert, Hand in Hand mit der Polizei“, sagte die CSD-Sprecherin. „Wenn so viele Menschen zusammenkommen, gibt es immer ein paar kleinere Fälle. Aber in der Menge nichts Außergewöhnliches“, sagte ein Polizeisprecher mit Blick auf vereinzelte Straftaten.

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Nach dem Demonstrationszug kam es allerdings zu zwei homofeindlichen Attacken im Bezirk Mitte. Gegen 20 Uhr wurden drei Jugendliche in der Panoramastraße aus einer neunköpfigen Gruppe heraus beleidigt und angegriffen, eine 16-Jährige bekam dabei einen Faustschlag ins Gesicht.

Kurz nach 3 Uhr ging eine Gruppe am Henriette-Herz-Platz auf einen 32-Jährigen los und trat auf ihn ein - bis sich eine 39-jährige Zeugin schützend vor das Opfer stellte. (Tsp, dpa)

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