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Mit diesem Taxi sind die Brüder der ermordeten Afghanin zum Bahnhof Südkreuz gefahren. Foto: Polizei Berlin
© Polizei Berlin

Wichtiger Zeuge im Berliner „Ehrenmord“-Fall Polizei sucht Taxifahrer, der Brüder der getöteten Afghanin zum Bahnhof brachte

Das Taxi hat eine markante Beule, doch die Ermittler konnten es bisher nicht ausfindig machen. Nun bittet die Polizei öffentlich um Hilfe im „Ehrenmord“-Fall.

Die Berliner Polizei hat im Fall der ermordeten Afghanin Maryam H. jetzt zweifelsfrei festgestellt, dass ihre Brüder mit dem verdächtigen Koffer in einem Taxi zum Bahnhof Südkreuz fuhren. Vermutet wird, dass die Leiche von Maryam H. in dem Koffer lag. Der betreffende Taxifahrer gilt für die Polizei als wichtiger Zeuge, er konnte aber noch nicht ermittelt werden.

Die beiden Brüder von Maryam H. sind verhaftet worden, weil sie im Verdacht stehen, ihre Schwester aus vermeintlich gekränkter Familienehre getötet zu haben. Sie sollen den westlichen Lebensstil der 34-jährigen Mutter von zwei Kindern missbilligt haben.

Bei dem Taxi handelte es sich nach Angaben der Polizei um einen Toyota Prius, an dem seitlich Werbung der Firma Möbel Kraft aufgebracht ist. Er hatte hinten rechts einen kleinen Unfallschaden.

Die Polizei hat folgende Fragen: Wer kann Hinweise zum Taxi oder seinem Fahrer geben? Gibt es Kfz-Werkstätten, die einen solchen Schaden kürzlich repariert haben? -Erinnert sich gegebenenfalls der Unfallgegner an einen entsprechenden Verkehrsunfall mit diesem Taxi?

Unfallschaden nicht im Zusammenhang mit dem Mordfall

Der Unfallschaden stehe nicht im Zusammenhang mit dem Mordfall, sondern diene lediglich der Identifizierung des wichtigen Zeugen, betont die Polizei. Natürlich wäre es für die Ermittler am besten, wenn sich der Taxifahrer direkt bei ihr meldete.

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Hinweise nimmt die 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin-Tiergarten unter der Telefonnummer 030/4664-911333 oder per E-Mail an lka113-hinweis@polizei.berlin.de entgegen. Der Kontakt kann auch über jede andere Polizeidienststelle aufgenommen werden.

Die Brüder sollen die Tötung am 13. Juli in Berlin begangen haben. Sie sollen die Leiche dann nach Bayern gebracht und in der Nähe von Neuburg an der Donau vergraben haben. Dort war einer der Brüder gemeldet.

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