In Hennigsdorf ist der Mauerradweg nur eine Schotterpiste. Foto: Jörn Hasselmann
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West-Berlin Neues Pflaster für den Mauerweg

Der Weg um West-Berlin soll barrierefrei werden. 75 der 162,6 Kilometer langen Rad- und Wanderstrecken sind "akut sanierungsbedürftig“.

Wer sich im 30. Jahr nach dem Mauerfall eine Umrundung Berlins auf dem Mauerweg vorgenommen hat, sollte besser achtgeben. Laut Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt sind lediglich 90 der 162,6 Kilometer langen Rad- und Wanderstrecken „überwiegend mangelfrei“ und befinden sich in einem guten Zustand.

44 Kilometer sind langfristig, 23 mittelfristig und acht Kilometer kurzfristig oder „akut sanierungsbedürftig“, so das Ergebnis einer im Sommer 2018 durchgeführten Bestandsaufnahme des gesamten Mauerwegs. Besonders sanierungsbedürftige Abschnitte, in denen durch erhebliche Mängel Unfallgefahr besteht, finden sich demnach westlich des Friedhofs Wannsee, zwischen Gatow und Staaken, im Südosten von Kladow und bei Heiligensee.

Baubeginn im kommenden Jahr

Für die Sanierung des Mauerwegs hat der Senat am Dienstag ein Konzept verabschiedet. 12,4 Millionen Euro sollen dafür in den Doppelhaushalt 2020/2021 eingestellt werden. Die ersten Bauarbeiten sollen laut Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) im kommenden Jahr beginnen.

Ein Hauptaugenmerk wird sein, den Mauerweg barrierefrei zu gestalten. Wann die dafür notwendigen Bauarbeiten abgeschlossen sein werden, konnte Günther nicht genau sagen. Sie sprach von „einigen Jahren“ und kündigte an, die Planung der Bauarbeiten solle im kommenden Jahr beginnen.

Nur 55 Prozent des Mauerwegs befinden sich in einem guten Zustand - wie hier am Teltowkanal. Foto: Jörn Hasselmann Vergrößern
Nur 55 Prozent des Mauerwegs befinden sich in einem guten Zustand - wie hier am Teltowkanal. © Jörn Hasselmann

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