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Überwachungswagen für Falschparker in Amsterdam. Foto: Markus Hesselmann
© Markus Hesselmann

Was tun gegen Personalnot in Berlins Verwaltung? Abläufe vereinfachen, Aufwändiges digitalisieren

Überall fehlen Fachkräfte im Öffentlichen Dienst. Selbst bessere Personalwerbung und bessere Bezahlung werden das Problem nicht lösen. Ein Kommentar.

Eine Million Fachkräfte in der Verwaltung fehlen 2030 in Deutschland laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsfirma PwC. Das berichtet der „Spiegel“. Dies sei „eine völlig neue Dimension, mit massiven Auswirkungen auf Gemeinwohl und Daseinsvorsorge“.

Ich erlaube mir, mit Blick auf allfällige Personalnot in Berliner Bezirksämtern aus unserem City-West-Newsletter von 2019 zu zitieren: „Wir steuern hier auf einen Crash zu, bei dem über kurz oder lang unserem urbanen Zusammenleben die Grundlagen entzogen werden.“ Klingt ähnlich, aber die Hoffnung, dass dieses Problem gelöst wird,
kommt bei mir damals wie heute nicht auf.

Bessere Personalwerbung, bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingugen waren seinerzeit schon diskutierte Mittel, die sicher notwendig sind, aber aufgrund der Demographie mit einem wachsenden Anteil an älteren und einem schrumpfenden an jüngeren Menschen auch nur bedingt Erfolg haben können.

Digitalisierung hilft womöglich mehr: Abläufe müssen vereinfacht, vieles könnte von Bürger:innen selbst und für alle Seiten weniger zeitraubend am Computer erledigt werden. Personalaufwändiges wie Parkraumkontrolle wäre per Scanmobil machbar, in Amsterdam ist das längst üblich (siehe Bild oben).

P.S.: Der Klimanotstand sei im Gegensatz zum Personalnotstand im allgemeinen Bewusstsein angekommen, schrieb ich in dem Newsletter-Kommentar 2019. Auch das sehe ich heute nicht mehr so optimistisch.

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