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Flacher gewordene LED-Scheinwerfer und muskulöse Flanken geben dem Polo ein Gesicht - und erinnern an den Golf. Foto: Volkswagen
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Volkswagen Polo Ab in die Mitte

Der kleinste VW präsentiert sich bei der Online-Weltpremiere mit einer kompletten Überarbeitung, digitaler Offensive und umfangreicher Serienausstattung.

  

Ab in die Mitte. So selbstbewusst geht die siebte Generation des Polo an den Start. Statt verschämt links unten an der Hecklappe prangt der Polo-Schriftzug nun genau in der Mitte der stark veränderten Heckpartie. So selbstbewusst, wie es einer Legende zusteht. Schließlich hat Volkswagen seit dem Start 1975 nahezu 18 Millionen Polo verkauft. Der wandelbare Kleinwagen hat sich dabei immer wieder dem Zeitgeist angepasst und ist etwa im Laufe der Jahre insgesamt fünfzig Zentimeter länger geworden. Digital, ständig vernetzt sowie innen und außen stark überarbeitet – so wird der Polo ab September an den Start gehen. Bei der virtuellen Weltpremiere wurde deutlich, welche Bedeutung der Polo für den Volkswagen-Konzern trotz dessen Offensive in Sache Elektromobilität weiterhin hat.

Nur echt mit Leuchtband - die Front des neuen Polo. Foto: Volkswagen AG Vergrößern
Nur echt mit Leuchtband - die Front des neuen Polo. © Volkswagen AG

Die Ansicht der Frontpartie wird dominiert von einer neuen Lichtkonfiguration, bei der unter den flacher gewordenen Scheinwerfern ein Leuchtenband über die gesamte Breite gezogen wird. Zusammen mit den stark ausgeprägten Schultern wirkt dadurch der Polo kräftig: Ein Kleiner muskelt sich auf. Auch das Heck ist expressiver geworden durch zweigeteilte und breiter gezogenen Heckleuchten. Chef-Designer Marco Pavone sprach bei der Vorstellung sogar vom maskulinen Charakter – das werden die VW-Oberen vermutlich nicht so gerne hören, weil der Polo zum erheblichen Teil von Frauen gekauft wird. Volkswagen spendiert dem Polo jetzt übrigens vorne und hinten serienmäßig LED-Leuchten und zudem zwei Features, die bislang eher in der gehobenen Mittelkasse zu finden sind: So blendet das Fernlicht automatisch bei Gegenverkehr ab und am Heck kommt das Blinkerlicht als wischende Bewegung.

 

Der Polo ist in acht Farben zu haben - und in der R-Line auch mit Dachspoiler. Foto: Volkswagen Vergrößern
Der Polo ist in acht Farben zu haben - und in der R-Line auch mit Dachspoiler. © Volkswagen

Gewachsen ist der Polo nicht

Größer geworden ist der neue Polo bis auf einige zusätzliche Zentimeter vor der Vorderachse für einen besseren Aufprallschutz übrigens nicht. Nahezu neun Zentimeter mehr wurden ja schon dem Vorgängermodell von 2017 spendiert. Mit knapp über vier Metern Länge mussten sich die Designer bescheiden, um dem Golf als größerem Bruder nicht zu sehr ins Gehege zu kommen. Auch der Kofferraum ist mit einem Volumen von 351 Litern gleichgeblieben. Produziert wird der neue Polo übrigens wie sein Vorgänger in den VW-Werken im spanischen Pamplona und in Uitenhage in Südafrika.

Macht sich hinten breit - die geteilten Rückleuchten prägen das Heck. Foto: Volkswagen Vergrößern
Macht sich hinten breit - die geteilten Rückleuchten prägen das Heck. © Volkswagen

Richtig ins Zeug gelegt hat sich Volkswagen bei der Innenausstattung. Von einer „Demokratisierung“ der Technologien für die breite Bevölkerung wurde sogar bei der Weltpremiere gesprochen. Konkret bedeutet das eine umfangreiche Serienausstattung sowie eine voll digitale Grundausstattung bezüglich des Fahrerdisplays und einem – optional – bis zu 9,2-Zoll großen Bildschirm für das Infotainmentsystem. Auch die Klimaanlage kann per Touch eingestelltwerden.Einzig in seiner Klasse hat der Polo für eine erhöhte Insassensicherheit einen Center Airbag und bietet mit dem Travel Assist ein autonomes fahren auf Level2-Niveau. Das System, das per Knopfdruck am Lenkrad geschaltet wird, beinhaltet eine selbstständige Geschwindigkeitsregelung und Spurhaltefunktion sowie Verkehrsschilderkennung. Wie sich der neue Polo fährt, ist bei einer rein digitalen Vorstellung natürlich nicht zu erfahren.

 

Digitale Offensive im Innenraum. Foto: Volkswagen Vergrößern
Digitale Offensive im Innenraum. © Volkswagen

Fünf Motoren – aber kein Diesel

Volkswagen verspricht den Polo-Kund*innen ein vereinfachtes Konfigurationsschema – konkret bedeutet das weniger Ausstattungslinien, was für den Autobauer die Produktion einfacher macht. An den Start gehen soll der Polo für unter 16.000 Euro. Das Einsteigermodell kommt mit einem 59 Kilowatt(80 PS) leistenden Benziner; hinzu kommen vier weitere Aggregate mit bis 81 KW (110 PS) Leistung. Alle Motoren sind Dreizylinder mit 999 cm Hubraum; ab 70 kW sind sie mit einem Turbolader ausgerüstet. Ein Diesel ist nicht im Angebot. Ob es einen Hybrid oder einen reinen E-Polo geben wird, dazu blieben die VW-Manager etwas vage. „Könnte später kommen“, hieß es dazu lediglich. Kommen wird auf jeden Fall schon mit der Markteinführung eine sportliche R-Line und eine komfortable Style-Line. Und auch die Fans des GTI müssen nicht verzagen. Der GTI-Polo wird mit wuchtigen 152 KW zu haben sein.

 

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