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Wir suchen ein "U". Auf den oberen Bahnsteigen fehlen Hinweise auf die U5 der BVG. Foto: Jörn Hasselmann
© Jörn Hasselmann

Vier Monate nach Eröffnung der BVG-Strecke Im Berliner Hauptbahnhof fehlen noch immer Schilder zur U5

Vor vier Monaten wurde die U5 nach 25 Jahren Bauzeit eröffnet. An vielen Stellen im Hauptbahnhof fehlen aber Hinweise auf die U-Bahn. BVG und Bahn geloben Besserung. 

Wer mit der S-Bahn oder dem Zug am Hauptbahnhof ankommt, findet die U-Bahn nur mit Ortskenntnis. An den Treppen der oberen Bahnsteige nach unten fehlt jeder Hinweis auf die U5 der BVG. 

Aber nicht nur dort: Auch an den sogenannten "Ebenenplänen" ist die U-Bahn noch nicht existent, ebenso in den Fahrstühlen. Das "U" als Wegweiser gibt es nur auf den großen Tafeln in der Halle des 2006 eröffneten Kreuzungsbahnhofs. 

Anfang Dezember 2020 hatte die BVG die Strecke zwischen Alexanderplatz und Hauptbahnhof eröffnet, seitdem fahren die Züge durch bis Hönow. Überrumpelt wurde die Deutsche Bahn nicht von der U-Bahn, seit dem Spatenstich waren etwa 25 Jahre vergangen, inklusive viel Streit ums Geld. Deshalb fuhr seit 2009 zunächst eine Stummel-U55 zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor. 

"Größere Beschwerden über die Beschilderung sind uns bisher nicht bekannt", sagt ein Bahnsprecher auf Anfrage. Ob es "kleine" Beschwerden gab, teilt er nicht mit. Die BVG verweist auf die "DB Station & Service", die die "Verantwortung für das Wegeleitsystem" habe.

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 "Dass die U-Bahn-Beschilderung auf Ebenen-Übersichten und in Aufzügen offenbar zumindest teilweise fehlt, werden wir an die Kollegen kurzfristig herantragen und das besprechen", sagt BVG-Sprecher Markus Falkner.

Nach der Anfrage des Tagesspiegels haben Fachleute der BVG die Beschilderung geprüft, berichtet Falkner. Immerhin sei "die eigentliche Wegeleitung im Hauptbahnhof (also die großen, weithin sichtbaren Schilder, A. d. R.) vollumfänglich vorhanden". 

Auf die oberen drei Bahnsteige im Hauptbahnhof sind die BVG-Mitarbeiter offenbar nicht gelangt. Auf dem S-Bahnsteig und den beiden Regional- und Fernbahnsteigen fehlt die U-Bahn auf den großen Tafeln an fünf der sechs Treppenabgänge. Dabei nennt die Bahn regelmäßig die parallel fahrende U5 als Umfahrungsmöglichkeit, wenn die Stadtbahn wegen Bauarbeiten gesperrt ist.  

Ein Bahnsprecher verspricht: "Die Infostelen und Aufzugsbeschriftung werden jetzt zeitnah erneut kontrolliert, um punktuell Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und ggf. unverzüglich tätig zu werden." 

Den "TXL"_Bus gibt es noch in den Fahrstühlen am Hauptbahnhof. Die U5 fehlt dagegen.  Foto: Jörn Hasselmann Vergrößern
Den "TXL"_Bus gibt es noch in den Fahrstühlen am Hauptbahnhof. Die U5 fehlt dagegen.  © Jörn Hasselmann

Ähnlich formuliert es die BVG: "Unsere Fachleute tauschen sich natürlich regelmäßig mit den DB-Kolleg*innen über etwaige Änderungen aus." Möglicherweise wird die Bahn auf diesem Wege auch davon Kenntnis erlangen, dass der "TXL"-Flughafenbus mit Eröffnung des Großflughafens BER eingestellt wurde. 

Durchs Dunkle ins Licht. Der Übergang zur BVG ist ziemlich düster, beleuchtet hinten der U-Bahnhof. Foto: Jörn Hasselmann Vergrößern
Durchs Dunkle ins Licht. Der Übergang zur BVG ist ziemlich düster, beleuchtet hinten der U-Bahnhof. © Jörn Hasselmann

In den Aufzügen und auf den Ebenenplänen wird immer noch der Weg zum TXL-Bus gewiesen. Verbesserungsfähig ist auch die Beleuchtung in den beiden Übergängen zwischen DB-Bahnhof und U-Bahn. Fahrgäste müssen durch einen abschreckend wirkenden dunklen Schlauch. Immerhin brennt bei der BVG helles Licht. 









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