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Screenshot aus dem gestellten Video von Fayez Kanfash, in dem er Polizisten im Wald jagt und erschießt. Foto: Screenshot Youtube
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Video zeigt gestellte Erschießung von Polizisten Brandenburger Staatsschutz ermittelt gegen syrischen Youtuber

Wegen eines Gewaltvideos wird gegen den Youtuber Fayez Kanfash aus Luckenwalde ermittelt. Er fiel bereits zuvor mit einer gewaltverherrlichenden Aktion auf.

Wegen eines Gewaltvideos ermittelt der Staatsschutz der Brandenburger Polizei gegen einen Youtuber aus Luckenwalde (Teltow-Fläming). Es handelt sich um den Youtuber Fayez Kanfash, Mitte 20.

Erst kürzlich war mit einer Aktion in Berlin-Neukölln aufgefallen: Als Scheich verkleidet, hatte er einen Mann mit einer Maske des französischen Präsidenten Emanuel Macron am Strick durch die Straßen gezogen, setzte die Maske später in Brand.

Jetzt veröffentlichte Kanfash, der als syrischer Flüchtling nach Deutschland kam und eine Aufenthaltserlaubnis hat, ein neues Video bei Youtube. Darin verfolgen er und andere Darsteller mehrere Männer in Polizeiuniform und erschießen sie – zum Schein - mit Schreckschusswaffen. Dann plündern sie die Leichen.

Auch im Innenausschuss des Landtages in Potsdam wurde der Fall am Mittwoch kurz thematisiert. „Das Video ist bekannt, der Verfasser auch“, sagte der zuständige Referatsleiter im Innenministerium, Jan Müller. Der Vorfall sei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Potsdam und der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Internetkriminalität in Cottbus in Prüfung. Da es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handele, das der Staatsschutz führe, könne er sich derzeit nicht weiter dazu äußern.

Gegen Fayez Kanfash wird wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt

Der Staatsschutz der Polizei hat das Video gesehen und Anzeige von Amts wegen aufgenommen. Ermittelt wird wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Das sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam, Torsten Herbst. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und die "B.Z." berichtet.

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Nach Angaben von Herbst prüft der Staatsschutz in Zusammenarbeit mit der für Internetkriminalität zuständigen Staatsanwaltschaft Cottbus auch mögliche weitere Straftatbestände wie etwa Gewaltverherrlichung im Netz.
Der Youtuber muss auch damit rechnen, dass der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ihn nun durchleuchtet – und fündig wird. Der Mann lebt eigenen Angaben zufolge von Hartz IV, zugleich erzielte er Einnahmen durch seine Aktivitäten bei Youtube.

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