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Bei Führungskräften und Spezialisten ist das Start-up Gorillas ein beliebter Arbeitgeber. Foto: Annette Riedl / dpa
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Umstrittener Express-Lieferdienst aus Berlin Gorillas zum "gefragtesten Arbeitgeber" gewählt

Das Start-up Gorillas wird seit Monaten von Arbeitskämpfen erschüttert. Einer Analyse des Karrierenetzwerks LinkedIn zufolge soll es ein Top-Arbeitgeber sein.

In einem aktuellen Ranking des Karrierenetzwerks LinkedIn wurde der umstrittene Express-Lieferdienst Gorillas zum „gefragtesten Arbeitgeber in Deutschland“ unter den Start-ups gewählt. 

Für die Analyse wurden LinkedIn zufolge Daten aus vier Kategorien ausgewertet: Interesse an Jobangeboten, Beschäftigungswachstum, Interaktionen anderer Netzwerk-Mitglieder mit dem Unternehmen und seinen Beschäftigten sowie die „Rekrutierung von Top-Talenten“ von Unternehmen, die ihrerseits exzellente Bewertungen auf der Plattform erhalten haben.

Die Kontroversen um die Arbeitsverhältnisse der Rider haben bei der Beurteilung offenbar keine Rolle gespielt. Das dürfte vor allem daran liegen, dass ausschließlich Daten von LinkedIn-Mitgliedern ausgewertet wurden. 

Rider nutzen LinkedIn nicht

LinkedIn ist ein soziales Netzwerk zur Pflege beruflicher Kontakte. 2409 Gorillas-Beschäftigte sind dort registriert, aus unterschiedlichen Ländern. Darunter sind zahlreiche Führungskräfte, außerdem viele Experten für Marketing und einige Programmierer. Aber nur sehr wenige Rider nutzen LinkedIn.

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Seit Monaten erschüttern Arbeitskämpfe das Berliner Start-up. Erst am Freitagmittag gab es wieder einen wilden Streik. Vor dem Arbeitsgericht Berlin werden 17 Klagen von Fahrradkurieren verhandelt, die die Befristung ihrer Arbeitsverträge erreichen wollen.

Am Freitag blockierten streikende Rider Gorillas-Filialen in Tempelhof und Schöneberg. Foto: Christoph M. Kluge Vergrößern
Am Freitag blockierten streikende Rider Gorillas-Filialen in Tempelhof und Schöneberg. © Christoph M. Kluge

Bei Investoren steht Gorillas unterdessen weiterhin hoch im Kurs. Bei einer Finanzierungsrude Ende September konnte der Gründer Kagan Sümer fast eine Milliarde US-Dollar Kapital einsammeln.

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