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Schon einigen Jahren war die Zukunft des Yaam ungewiss. Damals musste der Club umziehen. Foto: Rainer Jensen/dpa
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Ufermauer ist einsturzgefährdet Club Yaam fürchtet um Existenz – Gebäude am Ostbahnhof versiegelt

Der Club Yaam musste vor ein paar Tagen abrupt das Gebäude räumen. Grund ist ein Statik-Gutachten.

Der multikulturelle Club und Verein „Yaam“ am Ostbahnhof fürchtet um seine Existenz. Das Hauptgebäude wurden vergangenen Freitag kurzfristig durch das Bauamt Friedrichshain-Kreuzberg versiegelt.

Die Betreiber haben nach eigenen Angaben nur wenige Stunden gehabt, um Büros und Innenräume zu räumen. Hintergrund ist ein Gutachten im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg, das die Statik der Ufermauer entlang der Spree als einsturzgefährdet einstuft.
Den Betreibern des Yaams zufolge sei die amtliche Versiegelung der Halle mündlich damit begründet worden, dass sich das Gebäude weniger als fünf Meter von der Mauer entfernt befindet. Eine schriftliche Begründung für die Versiegelung gebe es bislang nicht.

Aus dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg heißt es, dass das Gutachten seit vergangener Woche vorliege und die sofortige Sperrung des Streifens empfehle. Da die Halle nur 2,90 Meter vom Ufer entfernt sei, habe das Bauamt diese vorsorglich gesperrt.

Ein Prüfstatiker soll nun schnellstmöglich feststellen, ob eine teilweise oder ganze Wiederöffnung der Halle möglich ist. Wenn ja, würde die Sperrung sofort aufgehoben. Andernfalls müsse der Ausgang eines bereits beauftragten Gutachtens zur Gebäudestatik abgewartet werden.

Die Betreiber des Yaam fürchten nun – nach einer Corona-bedingen mehrmonatigen Schließung – endgültig um ihre Existenz. Ein Innenbetrieb sei so auch nach der Coronazeit nicht möglich und auch der Außenbetrieb stark eingeschränkt.

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Gleichzeitig werfen die Betreiber dem Bezirksamt vor, eine Sanierung der Mauer – deren Zustand seit Jahren bekannt gewesen sei – verschleppt zu haben.

Das Yaam, das seit 25 Jahren Kulturveranstaltungen und Partys organisiert, war vor fünf Jahren an den Standort am Ostbahnhof gezogen. Den vorherigen Standort wenige hundert Meter weiter mussten die Betreiber zugunsten eines Neubau-Vorhabens verlassen.

Laut eigenen Angaben haben die Betreiber seither fast eine Million Euro in den Ausbau des neuen Standortes investiert, an dem sich zuvor unter anderem der Club „Maria am Ostbahnhof“ befunden hatte.

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