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Bei steigender Hitze nimmt auch die Gefahr für Waldbrände immer mehr zu. Foto: Patrick Pleul/dpa
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Trockenheit in Brandenburg Zahl der Waldbrände steigt auf fast 130

Die diesjährige Trockenheit in Brandenburg führt zu immer mehr Waldbränden. Die Feuerwehr vermutet allerdings auch Brandstifter hinter manchen Feuern.

In Brandenburg ist die Zahl der Waldbrände seit Beginn der diesjährigen Waldbrandsaison bis Freitag auf 126 gestiegen. Das teilte der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase am Morgen mit. Demnach brannte es in der Nacht zum Freitag bei Motzen (Dahme-Spreewald) auf einer Fläche von 7500 Quadratmetern. Zwei kleinere Feuer loderten am Donnerstagnachmittag zwischen Baruth (Teltow-Fläming) und Teupitz (Landkreis Dahme-Spreewald) auf einer Gesamtfläche von rund 1500 Quadratmetern.

Bei Motzen brannten Haase zufolge Jungkiefern. Die Feuerwehren seien gegen 4.30 Uhr alarmiert worden. Um 8.00 Uhr hätten immer noch Nachlöscharbeiten stattgefunden. Der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte vermutet Brandstifter hinter dem Feuer. „Die Erfahrung zeigt, dass Brandereignisse in der Nacht auf Brandstiftung zurückzuführen sind“, sagte Haase. Da nächtliche Brände sehr selten seien, würden Wälder in der Nacht von der Feuerwehr nicht überwacht.

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Nach Daten des Umweltministeriums galt in den meisten Landkreisen am Freitag die Waldbrandgefahrenstufe drei - von fünf möglichen. In den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree lag sie bei vier und in der Prignitz bei zwei. Die Stufen werden unter anderem anhand von Niederschlag, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und Temperatur berechnet. 214 Tage dauert die Waldbrandsaison nach Angaben des Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel. Davon gelte durchschnittlich an 10 bis 20 Tagen die höchste Gefahrenstufe fünf. (dpa)

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