Der erste selbstfahrende Kleinbus im öffentlichen Straßenverkehr Berlins steht bei einem Pressetermin zur Jungfernfahrt an einer Haltestelle auf der zuvor vermessenen und erlernten Route. Foto: Christoph Soeder/dpa
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Testbetrieb in Tegel verlängert Fahrerloser Bus kann 2020 weiterfahren

Der fahrerlose BVG-Bus in Tegel kann im neuen Jahr weiterfahren. Eigentlich sollte der Test mit „autonomen“ Betrieb auf der „See-Meile“ heute beendet werden.

Der fahrerlose BVG-Bus in Tegel kann im neuen Jahr weiterfahren. Dies teilte die Wirtschaftsverwaltung mit. Seit 16. August 2019 rollt der Kleinbus auf einer gut ein Kilometer langen Runde durch Tegel, auf der so genannten See-Meile. Seitdem sind nach Angaben der BVG bereits 14.000 Fahrgäste mitgefahren.

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Nach Angaben der Wirtschaftsverwaltung wurde die Genehmigung für den Test bis 16. Februar verlängert. Das Fahrzeug der Firma Easy-Mile befördert die Fahrgäste kostenlos vom U-Bahnhof Alt-Tegel zu den Seeterrassen am Tegeler See und zurück.

Der Bus fährt höchstens 15 Kilometer pro Stunde. Eine Begleitperson ist an Bord, um die Fahrt zu überwachen und bei Problemen einzugreifen, noch sind fahrerlose Fahrzeuge in Deutschland nicht erlaubt. Seit August legte der Bus 3200 Kilometer zurück, „unfallfrei“, wie die BVG betonte.

In Tegel fährt der Bus erstmals auf öffentlichen Straßen

Zuvor hatte es Tests auf dem Euref-Campus in Schöneberg und auf dem Gelände der Charité gegeben. In Tegel fährt der Kleinbus erstmals auf öffentlichem Straßenland – wenn auch auf sehr ruhigem. „Mit neuen autonomen Systemen machen wir den öffentlichen Nahverkehr fit für die Zukunft und leisten einen wichtige Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz“, teilte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop mit.

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Unter der Dachmarke „Digitales Testfeld Stadtverkehr“ sind acht Partner am Forschungsprojekt See-Meile beteiligt. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt den Fahrzeughersteller Easy-Mile mit 200.000 Euro. Die Senatsverwaltung für Verkehr koordiniert den Versuch und hat die Zulassung des Fahrzeugs und die Liniengenehmigung intensiv begleitet. Eine begleitende Akzeptanzstudie wird durch die DB-Tochter ioki erstellt.

 

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