Der neue Präsident der American Academy: Terry McCarthy. Foto: privat
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Terry McCarthy American Academy beruft neuen Präsidenten

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Die amerikanische Forschungs- und Kulturinstitution bekommt mit Terry McCarthy einen neuen Leiter. Der Amerikaner besitzt enge Verbindungen zu Deutschland.

Gute Nachrichten für die American Academy: Als neuer Präsident kommt aus Los Angeles mit Terry McCarthy ein echter Weltbürger an ihre Spitze. Seine Antrittsrede wird am kommenden Dienstag erwartet, wenn die neuen Stipendiaten vorgestellt werden. Terry McCarthy ist ein mehrfach preisgekrönter Journalist. Unter anderem bekam er vier Emmys. Seit 2012 hat er als Präsident des Los Angeles World Affairs Council in Kalifornien Konferenzen organisiert zu Themen, die Kalifornien und die Welt bewegen, zum Beispiel zur Zukunft Asiens und zur Zukunft des Autos. Er holte dazu spannende Redner wie Bill Clinton, Elon Musk und Ban Ki-Moon.

Davor hat der 57-jährige Vater von vier Kindern im schulpflichtigen Alter 27 Jahre aus der ganzen Welt berichtet, unter anderem für ABC News als Korrespondent aus Bagdad. Er war für CBS News in Afghanistan, für den Independent in Bangkok und Tokio und leitete für das Magazin Time Büros in Shanghai und Los Angeles. Zu seinen Themen gehörten der Kampf um die Ölbohrrechte in Alaska und die Erforschung von Haien.

Geboren in London, studierte er Philosophie, Deutsch und Griechisch am University College in Dublin. Weit reichen seine Verbindungen nach Deutschland zurück. Schon 1975 verbrachte er ein Semester im Benediktiner-Internat in Münsterschwarzach. Drei Jahre später besuchte er das Riemenschneider-Gymnasium in Würzburg und studierte Anfang der 80er Jahre mit einem DAAD-Stipendium an der Universität von Tübingen. Er spricht nicht nur Englisch und Deutsch, sondern auch Französisch, Spanisch, Japanisch und Chinesisch und besitzt neben der amerikanischen auch die irische und die britische Staatsbürgerschaft. Für Terry McCarthy ist die American Academy der ideale Ort, um Menschen unterschiedlichster Disziplinen zusammenzubringen, gemeinsam zu diskutieren und Antworten auf Fragen zu finden wie die, warum Menschen so handeln, wie sie handeln und welche Rolle Politik, Ökonomie und Kultur bei ihren Entscheidungen spielen. Er freue sich darauf, die American Academy gerade zu diesem Zeitpunkt zu leiten, der für die transatlantische Beziehung so ausschlaggebend ist, sagte er einen Tag vor seiner Ankunft in Berlin.

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