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Tarife für Bus und Bahn im Städtevergleich Diese Fahrkarten sind in Berlin am teuersten

Der ADAC hat die Nahverkehrstarife von 21 deutschen Großstädten untersucht: In Berlin sind viele Tickets teurer als anderswo. Das hat allerdings Gründe.

Fahrgäste von Bus und Bahn in Berlin müssen für einige Tickets deutlich mehr ausgeben als in anderen deutschen Großstädten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des ADAC, der dazu die Tarife in 21 Großstädten mit mehr als 300.000 Einwohnern verglichen hat.

Eine Kurzstrecke für Erwachsene kostet in der Hauptstadt wie in Leipzig, Bonn und Köln demnach mit zwei Euro am meisten. Der niedrigste Preis wird in Bremen, Stuttgart und Frankfurt am Main mit nur 1,50 Euro fällig.

Auch ein Einzelticket für Kinder kostet nirgendwo mehr als in Berlin und Mannheim: 1,90 Euro. In Leipzig müssen Kinder dafür nur 1,20 Euro zahlen. Allerdings betrifft das nur auswärtige Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Berliner Schulkinder fahren grundsätzlich kostenlos

Auch bei der Wochenfahrkarte liegen die Kosten mit 36 Euro in Berlin am höchsten. Den niedrigsten Preis verlangen der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund mit 17,80 Euro für das Sieben-Tage-Ticket.

Ähnlich sieht es bei der Tageskarte aus. Auch hier fallen im Berliner Tarifgebiet mit 8,80 Euro die höchsten Kosten an. Den gleichen Preis müssen Fahrgäste auch in Köln und Bonn zahlen. In Frankfurt am Main werden hingegen nur 5,35 Euro fällig.

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Beim Einzelfahrschein liegt die Hauptstadt dafür mit 3 Euro pro Fahrt im Mittelfeld. In München kostet das Ticket 3,40 Euro, in Hamburg nur 2,40 Euro. Auch beim Monatsticket kommt Berlin mit 86 Euro auf einen Mittelfeldplatz. In Hamburg müssen Fahrgäste dafür 112 Euro zahlen, in München nur 57 Euro.

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Nicht untersucht wurde, wie viel Fahrgäste für ein Jahresabonnement zahlen müssen. In Berlin fallen dafür auf den Monat gerechnet deutlich niedrigere 63,40 Euro an. Zudem umfasst der Tarifbereich AB die gesamte Fläche Berlins, dem mit Abstand größtem Stadtgebiet in Deutschland. Auch ist der Takt in Berlin dichter als in vielen anderen Städten. Zudem fahren U- und S-Bahn in Berlin an Wochenenden und in den Nächten vor Feiertagen anders als in anderen Städten durch.

Die Untersuchung zeige, dass die Städte „von einheitlichen ÖPNV-Ticketpreisen noch meilenweit entfernt“ seien, betonte der ADAC. „Für den Verbraucher und die Attraktivität des ÖPNV insgesamt wäre eine Vereinheitlichung der Preise auf möglichst niedrigem Niveau wünschenswert.“

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