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In Berlin gab es schon viele Klima-Demos, etwa vor dem Bundeskanzleramt. Am Sonnabend gibt es eine Radsternfahrt mit Protest am Hauptbahnhof. Foto: imago
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Sternfahrt und Festival der Zukunft in Berlin Flashmob gegen die Klimakrise geplant

Am Sonnabend gibt es in Berlin wieder Proteste gegen den Klimawandel - diesmal am Hauptbahnhof. Die „Omas for Future “ mobilisieren.

Hitzesommer, Waldbrände, Flutkatastrophen - immer wieder warnen Wissenschaftler:innen vor den spürbar werdenden Folgen einer schnelleren Erderwärmung. Allein: Auch viele Berliner:innen scheinen im Alltag verfangen und zum Umsteuern teils zu bequem. Um aufzurütteln, haben jetzt die "Omas for Future" mehrere Aktionen in Berlin an diesem Sonnabend, 11. September, geplant. Ziel sei der "größte Klima-Flashmob, den es je gab".

So soll am Sonnabend ab 10 Uhr am Olympischen Platz eine "Klimabänder-Fahrraddemo" bis zum Hauptbahnhof stattfinden. An den Rädern wollen die Teilnehmer:innen bunte Klimabänder befestigen und damit "ein Zeichen für Hoffnung, Mut und Gemeinschaft" setzen. Klimabänder sind schmale Stoffstücke, auf die Klimaaktivist:innen Forderungen geschrieben haben.

Mit der Klimabänder-Fahrraddemo werden "alle gesammelten Klimabänder vom Olympischen Platz bis zum Washingtonplatz gefahren, um ein buntes Zeichen zu setzen und die Stimmen, Wünsche und Forderungen derer sichtbar zu machen, die sich für den Erhalt unserer Erde einsetzen", teilten die Omas for Future mit. Von etwa 13 Uhr an soll zum Finale der Raddemo ein "Klima-Flashmob" auf dem Washingtonplatz am Hauptbahnhof stattfinden.

„Es ist Zeit für neue Wege. Wir möchten den Menschen Mut machen und zeigen, dass wir gemeinsam etwas bewegen können. Durch Gemeinschaft und Zusammenhalt für das Klima können wir, besonders in diesem Jahr, viel bewegen", sagt die Initiatorin der Aktion Klimabänder und Gründerin der Omas for Future, Cordula Weimann. An der Aktion beteiligen sich viele weitere Klimagruppen und Initiativen, heißt es in der Mitteilung. "Mit großer Motivation und Fröhlichkeit" wollten die Initiativen zeigen, "dass die Forderung nach einer Umkehr in unserer Wirtschafts- und Lebensweise schon lange in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist".


Hand in Hand. Klimaaktivist Franz Alt, hier mit dem Dalai Lama, unterstützt die Veranstaltung. Foto: privat Vergrößern
Hand in Hand. Klimaaktivist Franz Alt, hier mit dem Dalai Lama, unterstützt die Veranstaltung. © privat

Schirmherr der Aktion "Klimabänder" ist Franz Alt, vielfach ausgezeichneter Fernsehjournalist und Klimaaktivist, mit seinem Newsletter "Sonnenseite". Klimabotschafter:innen der Radtour und Demo sind laut Omas for Future die Sängerin, Musikerin und Buchautorin Lucy van Org, Jörg Sommer, Vorstand der Deutschen Umwelthilfe, und Bernhard Stief, Pfarrer der Nikolaikirche in Leipzig, Friedens- und Klimaaktivist. Zu den weiteren Partner:innen der Veranstaltung gehören die verschiedenen Untergruppen der "Fridays for Future"-Bewegung sowie die Initiative "Changing cities", "Klimawette" und "Omas gegen Rechts (Berlin)." Alle waren von Greta Thunberg inspiriert.

Klimabänder werden in Etappen nach Berlin gefahren

Seit Mitte Juli, teilte die Initiative weiter mit, werden für die Aktion in ganz Deutschland bunte Klimabänder gesammelt und mit Wünschen und Forderungen an die Politik beschriftet. In mehr als 200 Sammelstellen konnte jede:r Klimabänder beschriften und abgeben. Zudem wurden auf mehr als 300 Veranstaltungen Klimabänder gesammelt und gezeigt. "Neben Hamburg, München, Leipzig haben sich auch kleinere Orte beteiligt und es so geschafft, dass in ganz Deutschland bunte Bänder für das Klima wehen."

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Alle gesammelten und beschrifteten Bänder sollen nun in mehreren Radtouren und vielen Einzeletappen nach Berlin gefahren werden. In einer Sternfahrt werden diese Bänder am Sonnabend nach Berlin gebracht. zum "Finale der Aktion der Klimabänder-Fahrraddemo und dem Festival der Zukunft." Interessierte erfahren alles zur Aktion unter: klimabänder.de.

Live-Musik beim Festival der Zukunft

Zudem soll am 11. und 12. September ein "Festival der Zukunft" am Hauptbahnhof stattfinden. Dort sollen sich Interessierte in Vorträgen, Workshops und an Infoständen über das Thema Klima informieren können - und darüber, wie man sich engagieren kann. In einer Repair-Werkstatt könnten kaputte Sachen wieder zum Leben erweckt werden und mit einer Siebdruckmaschine Slogans auf alte T-Shirts gedruckt werden. Es soll Live-Musik geben und eine Ausstellung von "Zukunftsbildern".

Jüngst hatten mehr als 220 Fachmagazine zu Medizin und Gesundheit die Staats- und Regierungschefs der Welt in einem gemeinsamen Leitartikel aufgefordert, den Klimanotstand ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln. Sofortmaßnahmen seien nötig, um die Gesellschaft umzugestalten, den Klimawandel einzugrenzen, die Biodiversität wiederherzustellen und die öffentliche Gesundheit zu schützen.

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