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Snyder kommt aus der Graffiti-Szene. Jetzt fahren Laster mit seinem siegreichen Werk durch die Stadt. Foto: promo
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Snyder gewinnt Preis der „Artparade“ Die künstlerische Karriere eines Berliner Sprayers

Ein Berliner Graffiti-Sprayer hat den mit 6000 Euro dotierten Preis der „Artparade“ gewonnen. Er hat viele Ideen, auch für nachhaltige Graffiti auf U-Bahnen.

In Berlin ist vieles anders, als man auf Anhieb denkt. Snyder begann seine Karriere als Künstler in den 90er Jahren als Graffiti-Sprayer. Die Affinität zur Sprühdose ist geblieben. Im Haus Ungarn trug zur Preisverleihung eine Strickmaske, weil man ihn nicht erkennen soll, sein richtiger Name bleibt eh geheim. Snyder hat den mit 6000 Euro dotierten Preis der „Artparade“ gewonnen.

Was eigentlich als Charity-Aktion startete, mit der Getränke Hoffmann von Corona gebeutelte junge Künstler unterstützen wollte, erwies sich schließlich als Überraschungsauftritt der starken Street-Art- Szene in Berlin. Mehr als 250 Bewerber gab es, die siegreichen Entwürfe zieren demnächst Getränkelaster.

Snyder hat längst schon Ausstellungen gehabt, nur sein Frühwerk existiert nicht mehr, alles weggewischt. Allein die eigenen Fotos davon besitzt er noch. Die Szene hat er noch im Blick, sie sei immer stärker geworden. Er würde einen ganz anderen Umgang mit den Werken empfehlen.

Die BVG etwa entferne Graffiti von den Wagen. Dabei hielte er die Idee, ein Kunstexperte könnte für das Unternehmen entscheiden, welche Graffiti erhaltenswert sind, für ausgesprochen naheliegend.

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Wenn dann der Ruhm kommt und sich die Preise für die Werke eines Sprayers vervielfachen, gibt es für einen einschlägig besprühten U-Bahn-Wagen vielleicht 100 neue. Auch so könnte kreatives Sparen aussehen.

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