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Das bekannte S-Bahn-Signet an der Ringbahn. Foto: Jörn Hasselmann
© Jörn Hasselmann

Seit 20 Jahren dreht sie wieder ihre Runden Berliner Ringbahn feiert Jubiläum mit drei Sonderzügen

Schon seit 20 Jahren fährt die S-Bahn auf dem „Ring“ wieder im Kreis. Am Sonnabend wird das mit drei Sonderzügen auf der „Strecke ohne Ende“ gefeiert.

Der Mauerbau hatte ihn zerrissen: Seit dem 13. August 1961 gab es keine durchgehenden Züge mehr, die "Strecke ohne Ende" hatte plötzlich doch Endstationen.

Am Mittwoch, 15. Juni, ist es nun 20 Jahre her, dass der durchgehende Betrieb wieder aufgenommen wurde. Der letzte Abschnitt, der fertig wurde, war zwischen Westhafen und Gesundbrunnen. Dies feiert die S-Bahn am Sonnabend mit drei Sonderfahrten.

Moderiert werden die Fahrten vom S-Bahn-Fachmann Sven Heinemann, dem Autor des Buches „Die Berliner Ringbahn – Die Geschichte der legendären Eisenbahnstrecke 1871 bis heute“. Heinemann kann zu jeder der 27 Station etwas erzählen, zum Beispiel wo sie beginnt. Denn natürlich hat auch ein Kreis einen Anfang, der Kilometerstein "0,0" steht nahe der Station Westhafen. Der SPD-Abgeordnete ist wohl der beste Kenner der Strecke, wie S-Bahn-Chef Peter Buchner lobend feststellte. Das 400-Seiten-Buch hatte Heinemann zum 150. Geburtstag der Ringbahn 2021 verfasst.

Die Touren am Sonnabend (ohne Halt) beginnen und enden am Bahnhof Treptower Park, sie dauern eine Stunde. Dies sind die drei Startzeiten: 10.28 Uhr, 11.48 Uhr und 13.08 Uhr.

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Tickets kosten für Erwachsene 10 Euro, Kinder und Jugendliche (6 - 18 Jahre) zahlen 2 Euro. Fahrkarten können in allen S-Bahn-Kundenzentren und in der Fahrkartenausgabe auf dem Bahnhof Ostkreuz erworben werden. Die Einnahmen kommen der Ukraine-Hilfe zu Gute. Eingesetzt wird der Zug der Baureihe 481, der im vergangenen Jahr zum 150-jährigen Ringbahn-Jubiläum mit historischen Motiven beklebt worden war.

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Seit Jahren sucht Heinemann auch die Fotos für die S-Bahn-Kalender zusammen, in diesem Jahr natürlich mit einem Bild des Sonderzuges vom Tag des Lückenschlusses.

20 Jahre Ringbahn: Am 15. Juni 2002 wird der Ring nach 41 Jahren Unterbrechung zwischen Westhafen und Gesundbrunnen wieder geschlossen. Zur Feier fährt ein Sonderzug ("Stadtbahner") ab Ostkreuz. Foto: Gerd Böhmer Vergrößern
20 Jahre Ringbahn: Am 15. Juni 2002 wird der Ring nach 41 Jahren Unterbrechung zwischen Westhafen und Gesundbrunnen wieder geschlossen. Zur Feier fährt ein Sonderzug ("Stadtbahner") ab Ostkreuz. © Gerd Böhmer

 Am 17. Juli 1871 war der erste Abschnitt der neuen Strecke eröffnet worden, damals führte sie überwiegend außerhalb der bebauten Stadt durch freie Landschaft.

Beim Mauerbau war der Ring geteilt worden, in West-Berlin wurde die Strecke von der Reichsbahn nach dem Streik 1980 dann ganz eingestellt. Dies war der Grund, dass es nach dem Mauerfall vier Jahre dauerte, bis ein erstes Stück wieder eröffnet werden konnte.

Seit Dezember 1993 fahren Züge zwischen Westend und Baumschulenweg, die eigentlichen Verbindungen zum Ring Richtung Treptower Park und Schönhauser Alle wurden 1997 und 2001 geschlossen. Der eigentliche "Wedding Day", die Hochzeit im Wedding, war dann vor genau 20 Jahren.

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