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Vielleicht wird Berlin bald mal kurz weiß. Auf jeden Fall ist schwerer Sturm in Sicht. Foto: imago images/Sabine Gudath
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Schwerer Sturm in Berlin erwartet Schnee in den Winterferien? Vielleicht ganz kurz

Die Winterferien beginnen mit einem sehr stürmischen Wochenende. Winterwetter mit Frost und reichlich Schnee ist nicht in Sicht - im Gegenteil.

In diesen Winterferien könnte es schwierig werden, die Kinder an die frische Luft zu locken. Es sei denn, sie wollen Bäumen beim Umfallen zugucken. Denn am Wochenende wird es auch in Berlin stürmisch.

Nach schon zuvor windigen Tagen soll der Sturm am Samstagabend richtig aufdrehen, prophezeit Jörg Riemann, meteorologischer Leiter des Dienstes „Wettermanufaktur“. Bis Sonntagfrüh seien schwere Sturmböen zu erwarten, vereinzelt sogar orkanartige Böen bis 100 Stundenkilometer. Solche Windstärken sind erfahrungsgemäß gefährlich.

Und dann? „Die große Überschrift für die Ferienwoche lautet: Erkältungswetter“, sagt Riemann. Es werde abwechselnd nasskalt und mild, aber weder richtig winterlich noch warm. Mit Glück könne es für einen weißen Hauch reichen, am ehesten Montag oder Mittwoch. „Da kommt es auf jedes Grad an“, sagt Riemann. „Wenn also der Schnee überhaupt liegen bleibt, sollte man sich beeilen mit Schneemann bauen.“

Für Pfützenspringen dürfte es auf jeden Fall reichen, denn sowohl am Sonnabend als auch am Montag soll es teils auch mal kräftiger regnen. Auch danach wird es nicht wirklich freundlich, „aber es gibt immer auch genügend trockene Abschnitte“, versichert der Meteorologe. Und in der zweiten Wochenhälfte soll es etwas milder werden mit Tagestemperaturen zwischen vier und acht Grad. Dazu gibt’s mal mehr, mal weniger Wind. Also immerhin frische Luft und keine glatten Straßen.

Meteorologe: Schmuddelwetter tut der Natur gut

Nach besseren Nachrichten gefragt, verweist der Meteorologe aufs Frühjahr: Das wochenlange Schmuddelwetter tue der Natur gut, die dann umso schöner sprieße. Nach Wintersport in Berlin klingen allerdings auch die weiteren Aussichten nicht: Die über Skandinavien und Russland reichlich vorhandene Frostluft „macht auch weiterhin keine Anstalten, zu uns zu kommen“; die seit Jahren auffällige Tendenz zu langlebigen Wetterlagen bestätige sich einmal mehr.

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Wer in den Winterferien ganz bestimmt Schnee haben möchte, muss mindestens bis ins Erzgebirge fahren: Auf dem Kamm liegen gut 20 Zentimeter. Im Harz dagegen gibt es keine Chance auf echte Winterfreude. In den Alpen dafür umso mehr, jedenfalls in Lagen ab 1000 Meter Höhe.

Die Rahmenbedingungen lassen diese Tage als Déjà-vu erscheinen: Vor einem Jahr begannen die Winterferien ebenfalls Ende Januar, mit Lockdown light, mit eingeschränktem Schulbetrieb – und ebenfalls mit etwas Schnee, der nicht lange hielt.

Der Unterschied: Vor einem Jahr folgte nach kurzem Tauwetter ein Schneesturm, wie ihn die Stadt seit Jahren nicht erlebt hatte. Und vorerst auch nicht wieder erleben wird.

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