Anlässlich der Schulpreis-Nominierung besuchte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) die Friedensburg-Schule. Foto: Susanne Vieth-Entus
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Update Für individuelle Förderung Charlottenburger Friedensburg-Schule erhält Anerkennungspreis

Es hat nicht ganz gereicht: Die Europaschule aus Charlottenburg gehörte zu den Nominierten für den Deutschen Schulpreis. Der erste Preis geht nach Hannover.

Diesmal hat es wieder nur für einen Anerkennungspreis gereicht. Im Rennen um den Deutschen Schulpreis 2020 hat es die Charlottenburger Friedensburg-Sekundarschule nicht geschafft, einen der begehrten ersten Preise zu bekommen. Allerdings gehörte sie zu den 15 bundesweit Nominierten.

Der mit 100.000 Euro dotierte erste Preis geht an die Otfried-Preußler-Schule in Hannover. Die Grundschule in der niedersächsischen Landeshauptstadt erhielt den Preis am Mittwoch vor allem für ihre Bemühungen im Bereich Inklusion, also dem gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung, wie die Deutsche Presseagentur mitteilte.

Über hohe Preisgelder freuen können sich auch fünf weitere Schulen: Je 25 000 Euro gehen an die Grundschule Schuttertal und die Gemeinschaftsschule Hardtschule Durmersheim in Baden-Württemberg, an die Berufsbildenden Schulen BBS Einbeck in Niedersachsen sowie an das Gymnasium Essen Nord-Ost und die Marie-Kahle-Gesamtschule in Bonn.
In einer früheren Fassung dieses Beitrages stand irrtümlich, dass die Friedensburg-Schule zu den Zweitplatzierten gehörte.

Die Friedensburg-Schule war bis zuletzt im Rennen gewesen: Im Januar war bekannt gegeben worden, dass die Schule zu den bundesweit 15 Nominierten gehörte. Zur Begründung hieß es, dass sich die Schule besonders erfolg- und ideenreich um die individuelle Förderung ihrer Schüler und erfüllt damit eines der Hauptziele der Sekundarschulreform bemühe.

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Zu den wichtigsten Stellschrauben gehörten demnach die „Berufsorientierten Projekte“, kurz BoP. Sie sind eine Spezialität der Friedensburg-Schule, denn zum einen machen dort alle Schüler mit – und nicht nur die schwächeren, wie in vielen anderen Schulen – und zum anderen wird beim BoP ein Wahlpflichtfach mit dem Fach „Wirtschaft, Arbeit, Technik“ verknüpft.

Die Schule war bereits 2015 nominiert gewesen, damals noch unter dem langjährigen Schulleiter Paul Schuknecht.

Gratulation von der Bildungssenatorin

„Ich gratuliere sehr herzlich zu diesem Erfolg. Als einzige Schule im Osten Deutschlands ist die Friedensburg-Sekundarschule beim Deutschen Schulpreis 2020 in die finale Runde gekommen und hat einen Preis erhalten", sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Das habe die Schule redlich verdient, denn hier geschieht das, was ein wichtiges Ziel von Schule sein soll: Möglichst alle Schülerinnen und Schüler zu einem Abschluss zu bringen und direkte Anschlüsse zu organisieren.“

Die Schulpreisvergabe fand in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie online über Video statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte dabei erneut, dass Kinder und Jugendliche nicht zu Verlierern der Pandemie werden dürften.

Die Robert Bosch Stiftung GmbH und die Heidehof Stiftung GmbH vergeben in Zusammenarbeit mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppe den Deutschen Schulpreis 2020. Die Friedensburg-Sekundarschule profitiert zudem vom zweijährigen Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises.

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