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Radfahrer und Fußgänger an einem der südlichen Eingänge zum Gleisdreieckpark. Nachts kommen Hunderte Jugendliche von hier und aus Kreuzberg in den Park. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
© Kitty Kleist-Heinrich

Erneute Auseinandersetzung mit Feiernden Polizisten werden im Gleisdreieckpark mit Steinen attackiert

Der Gleisdreieckpark wird immer stärker zum Feiern genutzt, die Gewalt im Park nimmt zu. Jetzt wurden Beamte angegriffen und ein Jugendlicher verprügelt.

Einsatzkräfte der Berliner Polizei sind in der Nacht zu Montag von Feiernden im Park am Gleisdreieck in Kreuzberg angegriffen worden. Das teilte die Polizei am Dienstag mit.

Zunächst seien gegen 23.45 Uhr Beschwerden von Anwohnern wegen Ruhestörung eingegangen. Eine Funkstreife der Polizei stellte bis zu 150 Personen im Park fest, sie spielen Musik und unterhielten sich laut.

Als die Einsatzkräfte ihr Auto verließen, wurden sie aus der Menge plötzlich mit Steinen attackiert. Die Menge soll laut Polizei gejubelt haben. Die Steine verfehlten allerdings die Polizisten und ihren Wagen.

Ein Steinsplitter traf eine Beamtin im Gesicht, die dadurch leicht verletzt wurde. Erst als weitere Einsatzkräfte mit Hunden hinzukamen beruhigte sich die Lage und die Feiernden verließen nach und nach den Park.

Eine Stunde später kam es zu einem weiteren Polizeieinsatz in dem Park: Ein 18-Jähriger und seine Freunde gerieten mit einer anderen Gruppe in einen Streit. Der Grund soll laut Zeugenaussagen gewesen sein, dass der 18-Jährige die andere Gruppe versehentlich gefilmt hatte.

Die Situation eskalierte und der Filmer wurde getreten und geschlagen - dann flüchteten die Angreifer. Das Opfer erlitt mehrere Platzwunden.

Polizisten nahmen wenig später in der Nähe des Tatorts eine siebenköpfige Gruppe vorläufig fest, sie bestand aus 14- bis 20-jährigen Jugendlichen. Sie wurden wenig später aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

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Im Gleisdreieckpark kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Feiernden und Jugendlichen. Erst am Wochenende war es zu einer Auseinandersetzung mit bis zu 30 Beteiligten gekommen, ein Mann erlitt Schnittverletzungen.

Immer wieder kam es in den vergangenen Wochen zu größeren Menschenansammlungen in dem Park, teils mit aggressivem Verhalten der Anwesenden. Hunderte Leute feiern in dem vor einigen Jahren hübsch renovierten Park zwischen Schöneberg, Mitte und Kreuzberg Partys. Anwohner fordern deshalb bereits eine nächtliche Schließung des Parks, in der Politik fühlt sich niemand so recht zuständig.

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