Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Anmeldung der Erstklässler Worauf es bei der Wahl der Grundschule ankommt

GESCHWISTERKINDER

Wenn die Einzugsbereiche geändert wurden oder die Eltern umgezogen sind, kann es passieren, dass ein Kind einer anderen Grundschule zugeteilt wird als der ältere Bruder oder die ältere Schwester. Falls deren Grundschule noch freie Plätze hat, müssen die Geschwisterkinder bevorzugt aufgenommen werden, sofern Eltern einen entsprechenden Antrag gestellt haben. Die Kinder im Einzugsbereich haben laut Schulgesetz immer Vorrang vor denen mit „Wechselwünschen“.

SCHEINADRESSEN

Eine unbekannte Zahl von Eltern versucht Jahr für Jahr, mittels Scheinadresse einen Platz an der Wunschschule bzw. der Schule des Geschwisterkindes zu bekommen. Wenn das Schulamt Verdacht schöpft, kann es von den Eltern verlangen, die Richtigkeit der Adressenangabe zu belegen. Falls gemogelt wurde, muss die Familie damit rechnen, dass ihr Kind die Schule zu wechseln hat. Ob wegen falscher Angaben beim Meldeamt schon mal Bußgelder erhoben wurden, war auf Anfrage in mehreren Bezirken nicht zu erfahren. Die Schulämter warnen dennoch vor Falschanmeldungen: Wenn der Schwindel auffliegt, hilft auch kein Hinweis auf Geschwisterkinder. Der legale Weg sei daher erfolgsversprechender. „Eltern müssen selber abwägen, wie sie sich bessere Chancen ausrechnen“, heißt es aus den Schulen.

SICHERER SCHULWEG
Eltern und Kinder sollten den Schulweg schon vor der Einschulung mehrfach abgehen. Dazu gehört, mit dem Kind zu üben, an der Bordsteinkante oder der Sichtlinie zwischen parkenden Autos zu halten, das sichere Überqueren der Straße zu trainieren und es an die Gefahren in konkreten Situationen heranzuführen. Eltern sollten dem Kind zunehmend die Führung überlassen und nur noch in gefährlichen Situationen eingreifen. Gehen die Kinder allein zur Schule, sollten Eltern von Zeit zu Zeit ihr Kind auf dem Schulweg beobachten. Die Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad wird frühestens empfohlen, wenn die Viertklässler die Radfahrprüfung bestanden haben.

SCHREIBMÖBEL

Ärzte empfehlen, dass Kinder bei der Arbeit am Schreibtisch ihre Sitzposition regelmäßig verändern. Schreibtisch und Stuhl sollten also verschiedene Sitzpositionen ermöglichen und „mitwachsen“. Ein Tisch zum Lesen und Schreiben sollte mindestens 60 Zentimeter tief und in der Höhe verstellbar sein. Ein Stuhl sollte Rollen und eine verstellbare Rückenlehne haben.

JAHRGANGSMISCHUNG
Von Berlins 380 öffentlichen Grundschulen haben rund 80 beantragt, das jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) in Klasse eins und zwei nicht mehr anwenden zu müssen. Die Bildungsverwaltung will noch vor Beginn der Anmeldefrist über diese Anträge entscheiden. Wenn die Schule im Einzugsbereich JüL abgeschafft hat, man diese Unterrichtsform für sein Kind aber wünscht oder man umgekehrt zur JüL-Vermeidung die Schule wechseln will, kann man – ähnlich wie bei den Geschwisterkindern – einen „Wechselwunschantrag“ stellen. Es kann aber auch sein, dass eine Schule beide Unterrichtsformen anbietet.

FREMDSPRACHENUNTERRICHT

Üblicherweise beginnt ein Berliner Schüler ab Klasse drei mit Englisch, an manchen Schulen kann auch Französisch belegt werden. Neben internationalen Schulen, die bilingual unterrichten, gibt es in allen Bezirken die Möglichkeit, mit dem Fremdsprachenerwerb ab Klasse eins zu beginnen. Wichtig dabei ist zu überlegen, an welchen weiterführenden Schulen ab Klasse fünf oder sieben die Fortführung der jeweiligen Sprache möglich ist. Grundsätzlich seien Kinder in diesem Alter für Sprachen „sehr offen“, sagt Michaela Sambanis, Professorin für Didaktik des Englischen an der Freien Universität. „Unserer Erfahrung nach lohnt sich der Erwerb einer ersten Fremdsprache ab Klasse eins in fast allen Fällen.“ Eltern sollten sich, so Sambanis, vorher allerdings informieren, ob die Schule mit grundschulspezifischen Methoden arbeite – also etwa viele musische Elemente, Anschaulichkeit und auch Bewegung in den Unterricht einbringe. Die Lehrkraft sollte die Sprache außerdem sehr gut beherrschen: „Fehler später wieder hinzubiegen, wird schwierig.“

Zur Startseite