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Der frühere Flughafen Tegel - hier noch mit Flugzeugen. Bis zum Frühjahr 2021 bleibt TXL betriebsbereit. Dann beginnen Bauarbeiten zum Umbau. Foto: Tino Schöning/dpa
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Rund um die "Urban Tech Republic" Berliner Senat gibt Geld für Umbau von TXL frei

Die Gestaltung des ehemaligen Flughafens Tegel ist eines der größten Städtebauprojekte Berlins. Nun finanziert der Senat die ersten Tiefbauarbeiten

Der Senat gibt Gelder zur Finanzierung einiger zentraler Vorhaben rund um den stillgelegten Flughafen in Tegel frei. Wie aus einer Vorlage der Wirtschaftsverwaltung für die Senatssitzung am Dienstag hervorgeht, fließen allein rund 41 Millionen Euro in Projekte rund um die geplante „Urban Tech Republic“ um das Flughafengebäude. Doch es geht auch um die Erschließung des gesamten Areals, auf dem neben Einrichtungen für Forschung und Gewerbe ebenso rund 5000 Wohnungen geplant sind.

Mit den beschlossenen Projekten werde in Berlin für Investitionen in die wirtschaftsnahe Infrastruktur für mehr als 100 Millionen Euro bereitgestellt, sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). „Für Berliner Unternehmen und potenzielle Unternehmensansiedlungen wird Berlin dadurch noch attraktiver. Berlin nutzt die breiten Möglichkeiten, die mit der GRW-Förderung vorgesehen sind.“

Über die kommenden Jahre sollen sogar rund 250 Millionen aus Mitteln dieser „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für Erschließungs- und Hochbaumaßnahmen kofinanziert werden, hieß es. Mit GRW-Mitteln verteilt der Senat Gelder aus einem Topf, den Bund und das Land Berlin zu gleichen Teilen speisen, um gewerbliche Investitionen und Investitionen in die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur zu fördern.

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Am 8. November war in Tegel nach 60 Jahren Flugbetrieb die letzte Passagiermaschine abgehoben. Nun bleibt der Flughafen noch für einige Monate betriebsbereit, um dann im Frühjahr 2021 komplett vom Netz zu gehen. „Mit der Urban Tech Republic gestalten wir ein nachhaltiges Gewerbequartier mit weltweitem Leuchtturmcharakter“, sagte Ramona Pop über das bereits 2013 beschlossene Konzept. Für die erfolgreiche Entwicklung einer Start-up- und Gründerszene brauche Berlin Hochschulen und Forschungseinrichtungen am Standort, Gründungs- und Innovationszentren sowie ein Technologiezentrum mit kostengünstigen Büroflächen sowie Laboren für Tech-Start-ups.

Konkret fließen Millionen in die Erschließung und Anbindung von Industrie- und Gewerbegeländen, den Neubau von Straßen und Regenwasseranlagen am ehemaligen Flughafen. Finanziert ist nun auch der Rückbau unterirdischer Bestandteile der Infrastruktur, dazu zählen Fußgängertunnel, Versorgungskanäle, Kerosinabscheider, Tankanlagen sowie oberirdische und unterirdische Elemente des Verkehrsraums sowie Leuchten und Anzeigetafeln. Zudem soll ein Ausbildungszentrum samt Werkstätten und Übungshalle für Langzeitarbeitslose errichtet werden.

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