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Klaus Lederer (Linke), Kultur und Europa

Klaus Lederer (Linke) übernimmt das Ressort Kultur und Europa. Foto: Mike Wolff
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Klaus Lederer (Linke), Kultur und Europa

Er hatte sich warmgelaufen und schon im August im Tagesspiegel für ein eigenständiges Kulturressort plädiert, jetzt kommt, nachrangig für die Landespolitik, „Europa“ hinzu. Kultur nicht mehr als Chefsache, sondern als Hauptsache, das ist das Credo des 42-jährigen Linken-Chefs Klaus Lederer. Er sieht die Förderung der Teilhabe und Zugänge zur Kultur als größte Herausforderung des Amts – in einer „rasant wachsenden Stadt“. „Integrierende Kulturpolitik“, niedrigschwellige Zugänge: Im Wahlkampf stellte der gebürtige Schweriner und gelernte Jurist mehr Geld für die kulturelle Basis in den Bezirken und die freie Szene in Aussicht. Bei den Museen will er einen Gratistag einführen. Zehn Jahre hatte der Regierende Bürgermeister das Amt persönlich inne, zuletzt Michael Müller (SPD) mit Staatssekretär Tim Renner – vorbei. Lederer, der 1992 in die PDS eintrat und 2007 Landesvorsitzender der Linken wurde, gilt als klarer, analytischer, zugleich leidenschaftlicher Linker. In letzter Zeit hat er sich zunehmend in Kulturfragen engagiert. Er prangerte die Kostenexplosion und Bauverzögerung bei der Staatsopernsanierung an und kritisierte die Ernennung Chris Dercons zum künftigen Volksbühnen-Chef. Im Tagesspiegel schrieb er von „fragwürdigen Personalentscheidungen“ Müllers und Renners, monierte einen „ebenso kultur- wie stillosen Umgang“ mit Frank Castorf. Nun verspricht Lederer einen kulturpolitischen Neuanfang. Wie er es meint? Dem Tagesspiegel liegen Hinweise darauf vor, dass Kultursenator Lederer die Dercon-Entscheidung möglicherweise modifizieren oder gar rückgängig machen könnte.

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