Andreas Geisel (SPD), Inneres und Sport

Andreas Geisel (SPD) ist für Inneres und Sport zuständig. Foto: dpa
Rot-Rot-Grün in Berlin Die neue Regierungsmannschaft - wer dabei ist

Andreas Geisel (SPD), Inneres und Sport

Es zeichnete sich spätestens nach der Berliner Wahl ab, dass Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) in diesem wichtigen Amt nicht mehr zu halten war. Das lag nicht nur an den Begehrlichkeiten der künftigen Regierungspartner, sondern auch an den enttäuschten Hoffnungen der Sozialdemokraten. Als der frisch gewählte Regierungschef Michael Müller seinen guten Freund Geisel vor zwei Jahren aus Lichtenberg in den Senat holte, wurde der langjährige Stadtrat und Bezirksbürgermeister mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht. Er galt als kommunalpolitisch erfahren, bürgernah und durchsetzungsfähig. Geisel pflegte eine klare Sprache und sprühte nur so vor Ideen. Doch inzwischen hat sich die Euphorie gelegt. Zwar rückte der enge Vertraute Müllers mit dessen Hilfe zum Vize-Landesvorsitzenden der SPD auf, aber parteiintern wird er von linken Genossen als Lobbyist beschimpft. Es hagelte auch Kritik wegen einer Parteispende des Immobilienunternehmers Klaus Groth, die der heimatliche Kreisverband Geisels in Lichtenberg entgegennahm. Um den Parteifreund politisch und beruflich zu retten, organisierte ihm der Regierende jetzt das Amt des Innensenators. Einschließlich der Zuständigkeit für die Digitalisierung der Berliner Verwaltung. Ein ganz neues Feld, auf dem sich Geisel nun bewähren muss. In der Nachfolge des wenig erfolgreichen Verfassungs- und Polizeisenators Frank Henkel (CDU).

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