Mehr Sicherheit. Auf der Oberbaumbrücke entstehen jetzt doch Absperrungen für die Radwege. Foto: Monika Skolimowska/dpa
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Radweg zwischen Friedrichshain und Kreuzberg Nun doch Absperrungen auf der Oberbaumbrücke

Erst wurden die Radwege falsch markiert, dann auch noch von Autofahrern ignoriert – jetzt hat das Bezirksamt Absperrungen aufstellen lassen.

Die Radspuren auf der Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg erhalten jetzt doch eine Absperrung. Das teilte das Bezirksamt am Mittwoch.

Die Radlern vorbehaltenen Streifen sind nun provisorisch durch Baustellenbaken vom Autoverkehr getrennt. Wie berichtet, überfahren Autos immer wieder die jetzt vorhandene Trennlinie, um sich am Stau vorbeizumogeln.

Nach der Reparatur der Fahrbahn auf der Oberbaumbrücke waren überbreite Autospuren entstanden. Diese empfanden Motorisierte offenbar als Einladung, rechts an wartenden Autos vorbeizufahren – und dabei halb die Radwege zu nutzen, die zu den meistbefahrenen Berlins gehören.

Allerdings sollten die Spuren für Radler eigentlich zwei Meter breit sein, wurden jedoch falsch markiert, wie die Verwaltung zugeben musste.

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Mehrfach hatte es deshalb Proteste und Aktionen auf der Brücke über die Spree gegeben - woraufhin die Behörden ankündigten, drei Meter breite Radspuren anlegen zu wollen.

Die provisorischen Baken sollen nun in beiden Fahrtrichtungen stehen und laut Bezirksamt auch bleiben, wenn die Radspur auf die besagten drei Meter gewachsen ist.

„Eine dauerhafte, brückentaugliche Lösung für die Schutzelemente des Radfahrstreifens wird derzeit abschließend geprüft“, heißt es schließlich noch in der Mitteilung des Bezirks.

Noch in der vorigen Woche hatte die Senatsverwaltung für Verkehr erklärt: „Poller oder anderweitige brückentaugliche Protektionselemente können nicht angebracht werden, da aufgrund der Brückenabdichtung und des Denkmalschutzes nichts in die Oberfläche eingedübelt werden darf.“

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Der Senat ließ die vielbefahrende Brücke im vorigen Jahr reparieren und dabei auch Straßenbahngleise entfernen, die bei einer ersten Sanierung angebaut worden waren. Nach wie vor ist aber geplant, dass die Tram in Richtung Hermannplatz verlängert wird.

Radler in Richtung Kreuzberg mussten sich während der Arbeiten den verbleibenden Fahrstreifen auf der Brücke mit Autos teilen, in Richtung Friedrichshain wurde ein Radfahrstreifen unter den Arkaden parallel zum Gehweg geführt.

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