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Weil sie eine Gruppe von Feiernden attackiert haben sollen, stehen vier junge Männer jetzt vor dem Landgericht Berlin. Foto: imago images/Joko
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Prügelattacke beschäftigt Berliner Landgericht 21-Jähriger gesteht Angriff mit Beil in Steglitz

Wegen einer Prügelei in Steglitz stehen vier junge Männer vor dem Landgericht Berlin. Dem Hauptangeklagten wird versuchter Totschlag vorgeworfen.

Weil sie eine Gruppe von Feiernden attackiert haben sollen, stehen vier junge Männer jetzt vor dem Landgericht Berlin. Einer der Angeklagten gab zu Prozessbeginn am Dienstag zu, bei der nächtlichen Auseinandersetzung mit einem Beil in Richtung eines Kontrahenten geschlagen zu haben.

Er habe „Angst machen, aber nicht verletzen wollen“, erklärte der 21-jährige Hauptangeklagte. Es habe sich um eine „Überreaktion“ gehandelt. In seinem Fall lautet die Anklage unter anderem auf versuchten Totschlag. 

Zu dem mutmaßlichen Angriff war es in der Nacht zum 31. Juli 2021 in Berlin-Steglitz gekommen. Zunächst soll der Hauptangeklagte einen gleichaltrigen Mann angesprochen und nach einer Zigarette gefragt haben. Weil dieser der Bitte nicht nachgekommen sei, habe er den Mann geohrfeigt.

Als dessen Begleiter dem Attackierten zu Hilfe kamen, hätten sich auch die drei anderen Angeklagten in Alter von 20 und 21 Jahren an der Prügelei beteiligt. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. 

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Der Hauptangeklagte soll in der Rangelei schließlich ein Beil aus seiner Umhängetasche gezogen und damit in Richtung des Kopfes des gleichaltrigen Kontrahenten geschlagen haben. Der Angegriffene habe aber die Ausholbewegung wahrgenommen und ausweichen können. „Das Beil verfehlte seinen Kopf nur um wenige Zentimeter“, heißt es in der Anklage.

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Der Mann habe allerdings durch die Schläge zuvor eine Verletzung an der Oberlippe erlitten. Zwei seiner Begleiter, mit denen er einen Geburtstag gefeiert habe, seien ebenfalls leicht verletzt worden.

Der Hauptangeklagte sagte weiter, er könne sich sein Verhalten nicht erklären. „Das Ganze war unnötig, ich habe die Kontrolle verloren“, so der 21-Jährige. Das Beil habe er kurz zuvor in einem Gebüsch gefunden. Er sei alkoholisiert gewesen. 

Die Mitangeklagten haben sich zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der Prozess wird am 20. Mai fortgesetzt. (dpa)

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