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Prozessbeginn gegen 22-Jährigen Prenzlauer Berg: Babysitterin in die Falle gelockt

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Der mutmaßliche Täter hatte die 21-Jährige übers Internet kennengelernt, wollte sich an ihr vergehen - doch sie überwältigte ihn und rief die Polizei.

Über ein Internetportal für Babysitter wurde eine 21-Jährige in eine Falle gelockt, misshandelt und sexuell genötigt. Rund acht Monate nach der Tat in einer Wohnung in Prenzlauer Berg steht mit Damon P. der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht. Der 22-Jährige war schließlich von der Studentin in einem heftigen Kampf überwältigt worden. Im Prozess werde er sich zu einem späteren Zeitpunkt und „geringfügig“ äußern, sagte P. am Mittwoch. In der Anklage stimme „die Reihenfolge nicht so exakt“, deutete er an.

Im Internet gab sich P. laut Anklage als „Ron“ aus und gab vor, er suche eine Betreuung für seine acht und elf Jahre alten Töchter. Erst war von 25 Euro die Stunde die Rede, dann von 13 Euro. Am 21. Juli stand die junge Frau verabredungsgemäß vor der angegebenen Adresse. Sie ahnte nicht, dass ein falscher Vater die Wohnung eine Woche vorher und nur für diesen einen Tag gemietet hatte.

Mit Softair-Pistole bedroht

Der 22-Jährige, der keinen erlernten Beruf hat und vorbestraft ist, soll die Studentin unvermittelt geküsst, sie dann mit einer Softair-Pistole bedroht und sexuell attackiert haben. Als sie sich wehrte, habe er sie geschlagen und gebissen. Die Frau mit Erfahrung im Kickboxen konnte ihm entkommen. „Das Seil, mit dem sie selbst am Handgelenk gefesselt wurde, konnte sie ihm um den Hals schlingen“, sagte die Anwältin der Studentin. Die junge Frau sei ins Badezimmer geflüchtet und habe die Polizei alarmiert. Der Prozess geht am 9. April weiter.

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