Auf der Mühlendammbrücke in Mitte fällt jetzt eine Fahrspur pro Richtung weg. Foto: Jörg Carstensen/dpa
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Prävention gegen Brückenschäden Sperrungen sollen Mühlendammbrücke entlasten

Die Mühlendammbrücke in Mitte ist marode. Damit sie noch ein paar Jahre durchhält, werden Fahrspuren gesperrt und Parkplätze gestrichen.

Auf der Mühlendammbrücke werden zwei Fahrbahnen gesperrt, um die Brücke zu entlasten und möglichen Schäden vorzubeugen. Künftig würden pro Richtung nur noch drei statt vier Fahrspuren zur Verfügung stehen, teilte die Verkehrsverwaltung des Senats mit. Außerdem sollen die Parkplätze in der Straßenmitte wegfallen. Routineberechnungen der Verkehrslast hätten zu der Maßnahme geführt, sagte Pressesprecher Jan Thomsen. Weil der Verkehr in den vergangenen Jahren zugenommen habe, werde auch die Brücke stärker belastet. Pro Tag queren derzeit mehr als 72.800 Autos die Brücke.

Neue Mühlendammbrücke soll ab 2022 kommen

Die Mühlendammbrücke gilt als marode und soll spätestens ab 2022 einem Neubau weichen. Bis dahin soll sie aber durchhalten, deshalb jetzt die präventive Entlastung. Auch die Gehwege werden an den neuralgischen Punkten der Brücke verengt, damit bei Demonstrationen nicht zu viele Menschen die Brücke belasten, sagte Thomsen. Radfahrer können die bisherigen Busspuren weiterhin durchgängig nutzen. Auch die neue Mühlendammbrücke soll drei Autospuren pro Richtung haben, außerdem je einen Gehweg, einen Radweg sowie in der Mitte eine Straßenbahntrasse. Weil diese Planung von Verbänden und Initiativen als autogerecht kritisiert worden war, arbeite die Verwaltung noch an weiteren Varianten, erklärte Thomsen.

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