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Arafat Abou-Chaker am Schöneberger Friedhof. Dutzende Polizisten begleiten die Beerdigung der Mutter des bekanntesten der sechs Abou-Chaker-Brüder. REUTERS/Hannibal Hanschke
© REUTERS/Hannibal Hanschke

Update Polizei mit 200 Beamten im Einsatz 500 Trauergäste zur Beerdigung von Abou-Chakers Mutter in Berlin angereist

Aus ganz Deutschland sind Gäste zur Bestattung der Mutter des Clan-Größe Arafat Abou-Chaker nach Schöneberg gekommen.

Die Beerdigung der Mutter der bekannten Abou-Chaker-Brüder ist ohne Störung verlaufen. "Keine besonderen Vorkommnisse", teilte die Polizei mit, die mit 200 Beamten im Einsatz war. Circa 500 Trauergäste aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist, die Verstorbene wurde auf dem Neuen-Zwölf-Apostel-Friedhof in Schöneberg bestattet. Auch der Verkehr sei nur mäßig beeinträchtigt gewesen, zuvor hatte die Verkehrsinformationszentrale mitgeteilt, von 10 Uhr bis 13 Uhr könne es zu temporären Sperrungen des Sachsendamms zwischen der A103 und Dominicusstraße kommen.

Insbesondere Arafat Abou-Chaker ist sowohl unter deutsch-arabischen Clans als auch in der Musikbranche der Hauptstadt seit Jahren bekannt. Derzeit steht der 44-Jährige vor Gericht, weil er den Musiker Bushido bedroht und erpresst haben soll.

Wie berichtet stammt die Familie Abou-Chaker aus dem Libanon. Arafat "Ari" Abou-Chaker hat fünf Brüder, von denen einige in erhebliche Straftaten verwickelt waren: So etwa in den Pokerraub im Hyatt-Hotel 2010.

Mutter Abou-Chaker starb in der Nacht zum Dienstag

Die Verstorbene wurde 1951 im Libanon geboren, die meisten ihrer neun Kinder wurden in Berlin geboren. Sie starb in der Nacht zum Dienstag. Ihr Sohn Arafat postete auf seiner Instagram-Präsenz ein Bild, auf dem eine Kerze mit einem Zitat zu sehen ist: "Wir gehören Allah und wir werden zu ihm zurückkehren".

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Im April war ebenfalls auf dem Neuen-Zwölf-Apostel-Friedhof die Mutter der bekannten Großfamilie Remmo beerdigt worden. Die Polizei begleitete die Bestattung mit schon wegen der geltenden Infektionsschutzregeln mit 250 Beamten, Lautsprecher-Durchsagen und einem Hubschrauber.

Im September 2018 war dort schon Berlins wohl bekanntester Intensivstraftäter beigesetzt worden. Der ebenfalls aus dem Libanon stammende Nidal R., 36 Jahre, war einige Tage zuvor auf dem Tempelhofer Feld erschossen worden.

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