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Die Aktivisten gedachten der Fußgänger, die im Straßenverkehr starben. Kai-Uwe Heinrich / Tsp
© Kai-Uwe Heinrich / Tsp

Update Mahnwache zu mehr Verkehrssicherheit Allein im Dezember starben bisher fünf Fußgänger auf Berlins Straßen

Am Sonnabend demonstrierten Verbände für höhere Sicherheit für Fußgänger. Anlass waren zwei Unfälle am Freitag in Marzahn, bei denen zwei Frauen verunglückten.

Sie haben weiße Pappfiguren auf die Stufen des Roten Rathauses gestellt. An ihnen sind Zettel befestigt, auf die schwarze Kreuze gedruckt sind. Darunter zu lesen zum Beispiel: „Fußgängerin, 85 Jahre“ und das Datum „8. Januar 2019“. Der Tag, an dem die Frau Opfer eines tödlichen Unfalls wurde. Für den Sonnabend hatten mehrere Verbände zur Demonstration für mehr Verkehrssicherheit aufgerufen.

Organisiert hatten das Treffen die Vereine Changing Cities, VCD, Fuss e.V. und ADFC. Die laut Polizeiangaben etwa 150 Teilnehmer trafen sich um 15.30 Uhr vor dem Roten Rathaus, unter ihnen sollen vor allem Radfahrer gewesen sein. Nach verschiedenen Redebeiträgen endete die Veranstaltung gegen 17.00 Uhr.

Allein im Dezember sind bereits fünf Menschen im Berliner Verkehr verunglückt. Kai-Uwe Heinrich / Tsp Vergrößern
Allein im Dezember sind bereits fünf Menschen im Berliner Verkehr verunglückt. © Kai-Uwe Heinrich / Tsp

Anlass für die Demonstration waren zwei schwere Unfälle, schon wieder sind dabei zwei Fußgängerinnen im Berliner Straßenverkehr schwer verletzt worden. Beide Unfälle ereigneten sich am Freitag im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Nach Auskunft der Polizei missachtete zunächst gegen acht Uhr früh eine 22-jährige Mazda-Fahrerin an einem Fußgängerüberweg in der Alten Hellersdorfer Straße den Vorrang einer Fußgängerin.

Die 44-Jährige wurde durch den Zusammenprall mehrere Meter weggeschleudert und prallte gegen eine Bordsteinkante. Dadurch erlitt sie schwere Kopf- und Rumpfverletzungen. Alarmierte Rettungskräfte brachten sie zur stationären Behandlung in eine Klinik.

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Auf den Zetteln stehen Alter und Todesdatum von Fußgängern und Radfahrern. Kai-Uwe Heinrich / Tsp Vergrößern
Auf den Zetteln stehen Alter und Todesdatum von Fußgängern und Radfahrern. © Kai-Uwe Heinrich / Tsp

Allein im Dezember waren binnen zwölf Tagen fünf Menschen auf Berlins Straßen tödlich verunglückt, drei davon an für sie grünen Ampeln. Ein weiterer Unfall ereignete sich gegen 10.25 Uhr in Biesdorf. Laut Polizei fuhr ein 66-Jähriger mit einem VW auf der Ceclienstraße Richtung Hellersdorfer Straße, als eine 87-Jährige in Höhe einer Bushaltestelle von rechts kommend die Fahrbahn betrat, offenbar ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten.

Der Autofahrer rammte die Senioren, die durch den Zusammenstoß lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Auch sie wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Autofahrer blieb unverletzt.

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