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Rettungswagen mit Blaulicht im Einsatz. Foto: dpa
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Drei Unfälle am Alexanderplatz Betrunkener rast durch Berlin-Mitte – sieben kaputte Autos, fünf Verletzte

Er fuhr ein Auto an, rammte einen Pizzaboten und löste eine große Karambolage aus: Im Mitte hat ein 32-Jähriger mit 1,7 Promille großen Schaden angerichtet.

Bei mehreren Unfällen in Berlin-Mitte sind am späten Samstagabend fünf Menschen verletzt worden. Verursacht hat die Zusammenstöße laut Polizei allesamt ein 32-Jähriger, bei dem eine Atemalkoholbestimmung später 1,7  Promille ergab. 

Zuerst kollidierte der Mann in seinem Audi gegen 23.45 Uhr an der Ecke zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Alexanderstraße mit einen anderen Wagen. Er wollte den Fahrstreifen wechseln und stieß dort gegen den VW eines 20-Jährigen. Als der Audifahrer nach dem Zusammenstoß einfach weiterfahren wollte, nahm das zweite Unfallfahrzeug die Verfolgung auf. 

Unter anderem die Zeitung B.Z. hatte berichtet, es habe sich bei den Unfällen um ein illegales Autorennen gehandelt. "Dieser Eindruck dürfte aber nur entstanden sein, weil ein Auto dem anderen hinterherfuhr", sagte ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel.  

Auf seiner Flucht baute der alkoholisierte Mann wenige Minuten später den nächsten Unfall: Er fuhr in der Karl-Liebknecht-Straße auf Höhe von Galeria Kaufhof auf dem mittleren Fahrstreifen auf das Auto eines 29-jährigen Pizzalieferanten auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 29-Jährige schwer verletzt und kam später zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Wieder setzte der 32-Jährige ohne anzuhalten seine Fahrt fort und löste unweit eine große Karambolage aus: Auf Höhe der Spandauer Straße kollidierte der Audi zunächst mit einem Mazda einer 25-Jährigen. 

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Dieser drehte sich und durchbrach das Gitter der Straßenbahnhaltestelle. Weiter prallte er gegen den Toyota eines 57-Jährigen, der durch die Wucht des Aufpralls in einen weiteren Wagen geschoben wurde. 

Insgesamt blieben am Alexanderplatz sieben beschädigte Fahrzeuge zurück. Bei dem dritten Unfall wurden sowohl die 25-jährige Mazda-Fahrerin als auch ihre Beifahrerin schwer verletzt und kamen zu stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Auch der 57-jährige Fahrer des Toyota musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Er wurde aber nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen.

Eine erste Atemalkoholmessung ergab bei dem Unfallfahrer einen Wert von 1,7 Promille. Da er über starke Kopfschmerzen klagte, kam er zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der Mann muss sich nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Straßenverkehr und der Verkehrsunfallflucht verantworten.

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