Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Ein Trümmerfeld zeigte sich nach dem Horror-Crash am Treptower Park. Foto: Paul Zinken/dpa
© Paul Zinken/dpa

Drei Tote nach Tempo 150 in 30er-Zone Anklage gegen Raser vom Treptower Park

Die Staatsanwaltschaft hat einen 21-Jährigen wegen eines verbotenen Autorennens angeklagt. Bei dem schweren Unfall Anfang Februar starben seine drei Mitfahrer.

Mit Tempo 150 soll der 21-jährige Oman H. durch eine 30er-Zone am Treptower Park gefahren sein und dabei drei Menschen getötet haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen ihn erhoben wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und Straßenverkehrsgefährdung. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Demnach legt die Staatsanwaltschaft ihm zur Last, am späten Abend des 2. Februar 2021 in einem geliehenen 450-PS-Sportwagen mit drei Mitfahrern "bei schwierigen Straßen- und Sichtverhältnissen auf mindestens 150 Stundenkilometer beschleunigt zu haben und mit dem Ziel, Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, durch eine 30er Zone in der Straße Am Treptower Park gefahren zu sein."

Dort soll er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Das Fahrzeug sei von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Das Auto sei durch die Wucht des Aufpralls zerrissen worden, Fahrzeugteile mit einem weiteren Baum, einem Schaltkasten und einem Abfallcontainer kollidiert.

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Ein Mitfahrer sei aus dem Auto geschleudert worden und noch am Unfallort an multiplen Knochenbrüchen und Organverletzungen gestorben, ein Mann sei ebenfalls noch am Unfallort an aufprallbedingten Verletzungen gestorben. Ein weiterer Mitfahrer erlag wenige Tage später im Krankenhaus seinen Brandverletzungen, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Der angeschuldigte Fahrer sei bei dem Unfall nur leicht verletzt worden. Nach einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen einen zunächst vom Haftrichter abgelehnten Haftbefehl war er Mitte Februar in Untersuchungshaft gekommen. Im März wurde er laut Staatsanwaltschaft gegen Auflagen vom weiteren Vollzug der Untersuchungshaft verschont. (Tsp)

Zur Startseite