Hermannplatz (Symbolbild) Foto: Doris Spiekermann-Klaas TSP
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Berlin-Neukölln Nach Attacke am Hermannplatz: Polizei findet Tatfahrzeug

Ein Hinweis führt zu einer Werkstatt in Neukölln. Ob die Täter Spuren hinterlassen haben, bestätigte die Polizei bisher nicht.

Nach einer Attacke auf zwei Polizeibeamte am Mittwochmorgen konnte die Polizei nun das Tatfahrzeug ausfindig machen. Am Donnerstagvormittag erhielten die Beamten den Hinweis, das Fahrzeug befände sich in einer Werkstatt in Neukölln. Kurz darauf konnte der Wagen tatsächlich vor Ort sicher gestellt werden. Von wem der Hinweis stammte wollte die Sprecherin nicht mitteilen. Ebenso konnte sie keine Aussagen zu den laufenden Ermittlungen machen. Der Wagen wird nun nach Spuren untersucht.

Die beiden Beamten des Polizeiabschnitts 52 waren am Mittwochmorgen gegen 8.50 Uhr auf einer Streifenfahrt unterwegs, im Auto saß auch ein Praktikant der Polizeiakademie. Am Kottbusser Damm, Ecke Hermannplatz fiel ihnen ein weißer Oberklassewagen auf. Es war der Beginn eines Einsatzes, bei dem ein 31 Jahre alter Polizist verletzt wurde, bei dem auf offener Straßen Schüsse fielen und Ermittler über Stunden Wohnungen und Treffpunkte arabischer Großfamilien abgesucht haben.

Die Beamten erkannten den Wagen sofort

Der weiße Mercedes-Benz S-Klasse stand auf dem Kottbusser Damm in zweiter Reihe und war den Beamten bereit bekannt. Er soll Mohamed El N. gehören, ein Mann aus dem Umfeld deutsch-arabischer Clans. Hinter dem Steuer saß jedoch Omar F., ebenfalls Mitglied eines Clans. Nach Tagesspiegel-Informationen soll F. bereits als Jugendlicher von der Polizei als Intensivstraftäter geführt worden sein. Er gilt Ermittlern zufolge als aggressiv und gewaltbereit.

Als ein Beamter, ein 31 Jahre alter Polizeiobermeister, den Wagen kontrollieren wollte, raste Omar F. einfach los und flüchtete. Der Polizist soll dabei an der Hand verletzt worden sein und mehrere Prellungen erlitten haben. Dabei soll der selbe Beamte auch noch geschossen haben, wie die Polizei später bestätigte. Der 31-jährige Beamte musste in einer Klinik behandelt werden. Die Ermittlungen dauern an.

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