Ein BVG-Bus in Berlin. (Symbolfoto) Foto: Kai-Uwe Heinrich
© Kai-Uwe Heinrich

19-Jähriger gesteht vor Gericht Prozess nach beinah tödlicher Messerattacke in BVG-Bus

Nach Stichen in den Oberkörper überlebte ein Jugendlicher im Oktober 2018 nur knapp. Ein 19-Jähriger übernimmt vor Gericht nun die Verantwortung dafür.

Nach einer beinahe tödlichen Messerstecherei in einem BVG-Bus in Berlin-Steglitz wird zwei 19-Jährigen der Prozess gemacht. Einer der jungen Männer erklärte am Donnerstag nach Verlesung der Anklage, er habe die Auseinandersetzung begonnen und übernehme die Verantwortung. 

Bei dem Vorfall war im Oktober 2018 ein Jugendlicher durch Stiche in den Oberkörper lebensgefährlich verletzt worden. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung.

Die Angeklagten sollen laut Ermittlungen in einem Linienbus zwei ihnen nicht bekannte Jugendliche angegriffen haben. Im Verlauf des von ihnen provozierten Streits hätten sie die Attackierten zunächst mit Fäusten geschlagen.

Einer der Angreifer habe dann mit einem Messer zugestochen, so die Anklage. Beide Attackierten sowie einer der Angeklagten habe Stichverletzungen erlitten. Ein inzwischen 18-Jähriger musste notoperiert werden.

Einer der 19-Jährigen gab zu, in der Rangelei ein Messer gezogen und um sich gestochen zu haben. Er und der Mitangeklagte seien nach einer Feier stark alkoholisiert gewesen.

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An die Tat könne er sich deshalb nur bruchstückhaft erinnern. Die anderen Jugendlichen hätten sich wohl zunächst über ihn, dem übel gewesen sei, lustig gemacht. Da habe er eine Schlägerei begonnen, so der 19-Jährige.

Bis heute könne er sich nicht erklären, wie es dazu kommen konnte. Der Mitangeklagte sagte, er habe nicht gewusst, dass sein Freund ein Messer hatte. Der Prozess wird am 23. November fortgesetzt. (dpa)

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