Superwahlsonntag 2021 - Alle Wahlergebnisse, Analysen und News
Panda-Mutti Meng Meng mit ihrem Nachwuchs. Foto: Hannes Schrader
© Hannes Schrader

Pit und Paule erstmals im Gehege „Pandababy frei, Vorhang auf“

Berlins Panda-Zwillinge machen ihren ersten Ausflug im verglasten Zoo-Gehege. Ab Donnerstag können Besucher sie sehen.

Die Berliner Panda-Zwillinge Meng Yuan und Meng Xiang mussten nicht selber durch die Tür stolpern – zwei Mitarbeiter des Berliner Zoos trugen sie am Mittwochvormittag pünktlich um zehn Uhr ins Pandagehege. „Pandababy frei, Vorhang auf“, sagte Zoodirektor Andreas Knieriem, danach konnten die beiden Tiere zum ersten Mal in dem verglasten Gehege über Äste krabbeln und auf Felsen klettern.

"Ein voller Erfolg", sagte Zoodirektor Knieriem

Pit und Paule – wie die beiden von den Berliner Pflegern genannt werden – krochen und stolperten allerdings eher durch das Gehege. Mama Meng Meng sah entspannt beim Bambus Mampfen dabei zu, wie ihre beiden Jungen vom Felsen schlitterten und in ein Loch zwischen den Brücken aus Ästen rutschten. Später gesellte sie sich zu ihnen, hob sie vom Boden wieder auf und setzte sie zurück auf die Steine.

Zoodirektor Knieriem sagte, der erste Ausflug sei ein voller Erfolg gewesen. „Ich bin ein strukturierter Typ, wir haben alles, was hätte schief gehen können, ausgeschaltet.“ Die Babys würden nun „fressen, schlafen und spielen, was Babys eben so machen“. Inzwischen hätten die beiden ein ordentliches Gewicht. „Zehn Kilo Bär auf dem Schoß sind schon schwer“, sagte Knieriem.

Bald sollen sie rutschen

Im März oder April würden sie dann ins Freiluftgehege kommen. Er freue sich darauf, wenn sie selbstständig gehen und klettern könnten, so Knierim. „Wenn sie die Rutsche im Gehege sehen, sollen sie nicht nur den Pflegern beim Rutschen zuschauen, sondern auch selber rutschen.“

Auch ihm falle es schwer, die beiden Pandas auseinanderzuhalten, gestand der Zoodirektor. „Der Zweitgeborene war am Anfang kleiner. Dann hatte er einen Kringel am rechten Hinterbein.“ Inzwischen erkenne er den Unterschied an der Schnauze.

Die beiden chinesischen Pflegerinnen, die dem Zoo die vergangenen Monate bei der Aufzucht der Pandababys geholfen hatten, würden in den nächsten Wochen abreisen, sagte Knieriem. Dafür helfe nun ein neuer Pfleger aus China.

[In unseren Leute-Newslettern berichten wir wöchentlich aus den zwölf Berliner Bezirken. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Für die Besucher im Zoo werden Panda-Mutter Meng Meng und ihr Nachwuchs erstmals am morgigen Donnerstag zu sehen sein. Die beiden Jungtiere würden dann gemeinsam mit ihrer Mutter Meng Meng erstmals ihren Rückzugsort hinter den Kulissen verlassen und die Innenanlage ihres Geheges erkunden, kündigte der Berliner Zoo an.

Die Bärenbrüder Meng Yuan und Meng Xiang waren Ende August zur Welt gekommen und wiegen inzwischen jeweils mehr als acht Kilo. In den vergangenen Wochen haben sie Laufen und Klettern geübt. Der Berliner Zoo hält als einziger in Deutschland Pandabären. Sie sind Leihgaben aus ihrer Heimat China. Die Jungen sind der erste Zuchterfolg bei Großen Pandas im Berliner Zoo.

Zur Startseite