Die Kreisverbände der Berliner SPD wählen neue Vorstände. Foto: imago/Seeliger
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Neuwahlen in Berliner SPD-Kreisverbänden Spranger wird SPD-Chefin in Marzahn

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In acht Kreisverbänden der Berliner SPD wurden neue Vorstände gewählt. Ministerin Giffey und Senatorin Kolat gaben den Kreisvorsitz ab.

In acht SPD-Kreisverbänden wurden am Wochenende die Kreisvorstände gewählt. Die große Überraschung gab es in der SPD Marzahn-Hellersdorf: Der frühere Bezirksbürgermeister Stefan Komoß wurde als Kreischef nicht wiedergewählt. Die baupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Iris Spranger, folgt ihm als neue Kreisvorsitzende.

Spranger wurde mit mehr als 80 Prozent gewählt. Komoß erhielt als einziger Kandidat im ersten Wahlgang nicht die erforderliche einfache Mehrheit. Daraufhin berieten die Genossen, und Iris Spranger erklärte ihre Kandidatur.

Giffey und Kolat geben Kreisvorsitz ab

In Neukölln gab Bundesfamilienministerin Franziska Giffey den Vorsitz ab. Der neue Kreisvorsitzende ist der bisherige Vize-Kreischef Severin Fischer. Der Stipendiat in der Stiftung Wissenschaft und Politik setzte sich gegen Mirjam Blumenthal, Projektleiterin beim SPD-Bundesvorstand, durch.

Auch Gesundheitssenatorin Dilek Kolat, die den Kreisverband Tempelhof-Schöneberg seit 2004 führte, trat nicht mehr für den Kreisvorsitz an. Sie schlug als Nachfolger Lars Rauchfuß vor, der als Referent für die Regierungsplanung in der Senatskanzlei beschäftigt ist. Rauchfuß erhielt eine deutliche Mehrheit mit 96 Ja-Stimmen. 19-mal gab es Nein und sieben Enthaltungen.

In Lichtenberg hat der frühere Abgeordnete und Kreischef Ole Kreins den Weg für Birgit Monteiro frei gemacht. Die frühere Bürgermeisterin und Stadträtin für Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschaft und Arbeit wurde zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt.

Raed Saleh wurde als SPD-Kreisvorsitzender in Spandau mit 52 von 59 abgegebenen Stimmen mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Der Abgeordnete im Abgeordnetenhaus, Daniel Buchholz, verlor den Vizevorsitz an den Bezirksbürgermeister Hartmut Kleebank.

Vorsitz nur für ein Jahr gewählt

Der neue Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler, wurde in Charlottenburg-Wilmersdorf nur für ein Jahr gewählt. Gaebler erklärte sich bereit, den Vorsitz nach den Osterferien 2019 abzugeben. Ob der Vorsitz an den Kreiskassierer Johannes Reichersdorfer abgegeben wird, ist offen. Auch eine Doppelspitze ist im Gespräch.

In Pankow wurde Knut Lambertin als SPD-Kreisvorsitzender mit 99 Stimmen von 126 Stimmberechtigten, also mit rund 80 Prozent, wiedergewählt. Ebenfalls wurde Oliver Igel in Treptow-Köpenick mit 42 von 48 Stimmen in seinem Amt als Kreisvorsitzender bestätigt.

Weitere Wahlen stehen an

Am kommenden Wochenende werden die SPD Mitte, Steglitz-Zehlendorf und Friedrichshain-Kreuzberg ihre Kreisvorstände wählen. Die SPD-Vize-Fraktionschefin im Bundestag, Eva Högl, wird in Mitte wohl Nachfolgerin von Boris Velter. Harald Georgii kann mit seiner Wiederwahl in Friedrichshain-Kreuzberg rechnen, ebenso in Steglitz-Zehlendorf Ruppert Stüwe. Am 6. Mai wird der Kreisvorstand der SPD-Reinickendorf gewählt. Ob der SPD-Kreischef Jörg Stroedter abgelöst wird, ist offen. Als Nachfolger ist der Rechtsanwalt Christian Oestmann im Gespräch.

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