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Um Konflikte mit Fußgängern zu vermeiden soll der Radschnellweg zwischen Tiergarten und Hönow nicht durch das Brandenburger Tor führen. Foto: Wolfgang Kumm dpa/lbn/picture alliance
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Neue Pläne von Mitte nach Hönow Radschnellweg für Berlins Osten führt nicht durchs Brandenburger Tor

Auf 23 Kilometern soll der Radschnellweg von Tiergarten nach Hönow führen. Nach Kritik verläuft die Strecke nicht mehr über den Pariser Platz.

Der geplante Radschnellweg in Mitte wird anders als zunächst angedacht nicht durch das Brandenburger Tor führen. Das gab die Senatsverkehrsverwaltung am Mittwoch bekannt.

Die Planer reagieren damit auf die deutliche Kritik, die nach der Vorstellung der Routenoption über den Pariser Platz 2019 bei Bürgern und Verbänden aufgekommen war. Mit der jetzt gewählten Variante wolle man „Konflikte mit Fußgänger*innen und Berlin-Besuchenden auf dem Pariser Platz zu vermeiden“, teilte das Haus von Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) mit.

In der am Mittwoch veröffentlichten Vorzugsvariante umfährt die Strecke das Monument auf den nächstgelegenen Seitenstraßen. Für Radfahrer in Richtung Osten verläuft die Route über die Behrenstraße. Über die Wilhelmstraße gelangen sie dann auf den Boulevard Unter den Linden. Wer in Richtung Westen fährt, biegt zunächst auf die Wilhelmstraße ab und gelangt dann über die Dorotheenstraße zur Straße des 17. Juni.

Zweimal teilt sich die Strecke des Radschnellwegs in Mitte auf. Foto: Infravelo Vergrößern
Zweimal teilt sich die Strecke des Radschnellwegs in Mitte auf. © Infravelo

Die „Ost-Route“ genannte Radschnellverbindung führt auf 23 Kilometern vom S-Bahnhof Tiergarten bis zum U-Bahnhof Hönow am östlichen Stadtrand. Nach einer Fahrt über die Straße des 17. Juni führt die Strecke hinter dem Brandenburger Tor entlang von Unter den Linden weiter.

Anschließend verläuft die Strecke auf zwei Wegen zum Alexanderplatz. Eine führt direkt über die Karl-Liebknecht-Straße, die andere über die Spandauer Straße und den Molkenmarkt, ehe sie wieder vereint weiter der Karl-Marx-Allee und Frankfurter Allee folgen bis zum Abzweig Proskauer Straße nach Norden.

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Die Strecke quert danach den S-Bahn-Ring auf der Eldenaer Straße zwischen den S-Bahnhöfen Frankfurter Allee und Storkower Straße. Der daran angrenzende östliche Teilabschnitt der Route führt in der aktuellen Vorzugsvariante über die Allee der Kosmonauten bis zur Hellersdorfer Straße Richtung Hönow. Allerdings seien auf diesem Abschnitt noch mehrere Varianten zu prüfen, teilte die Verkehrsverwaltung mit.

Die Radschnellverbindung führt über die breite Karl-Marx-Allee Richtung Osten. Foto: Infravelo Vergrößern
Die Radschnellverbindung führt über die breite Karl-Marx-Allee Richtung Osten. © Infravelo

Die gesamte Strecke soll im Jahr 2026 fertiggestellt werden. Die Gesamtkosten liegen bei rund 36 Millionen Euro.

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Bei der „Ost-Route“ handelt es sich um einen von elf Radschnellwegen die die landeseigene Gesellschaft Infravelo derzeit im Auftrag der Verkehrsverwaltung plant. Die strahlenförmig von den Außenbezirken in Richtung Stadtzentrum führenden Routen sollen das Radfahren auch auf längeren Strecken attraktiver machen.

Dafür werden sie unter anderem besonders großzügig dimensioniert. Entlang von Hauptverkehrsstraßen messen Radschnellverbindungen je Fahrtrichtung mindestens drei Meter. Auf Fahrradstraßen und Sonderwegen sind sie im Zweirichtungsverkehr mindestens vier Meter breit. An Kreuzungen gilt im Regelfall Vorrang für den Radverkehr.

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