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Hände hoch. Ein Pandababy im Zoo Berlin. Foto: REUTERS
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Nachwuchs im Zoo Berlin Panda-Zwillinge öffnen erstmals ihre Augen

Vor sechs Wochen wurden die beiden Panda-Babys im Zoo Berlin geboren. Jetzt haben sie sich erstmals umgeschaut in ihrer Umgebung.

In dieser Woche haben die beiden Nachwuchs-Pandas im Zoo Berlin zum ersten Mal die Augen geöffnet. Sechs Wochen nach der Geburt entwickeln sie sich damit „hervorragend“, wie Zoodirektor Andreas Knieriem am Freitag mitteilte. Was genau die Bären schon wahrnehmen können, wisse man nicht. Ihr Sehvermögen werde aber in den kommenden Tagen und Wochen stetig wachsen.

Namen hätten die kleinen Pandas noch nicht. „Bisher haben wir sie immer ‚den Großen‘ und ‚den Kleinen‘ genannt, aber inzwischen sind die Geschwister in Größe und Gewicht fast gleichauf.“ Dank der Milch von Mutter „Meng Meng“ brächten die beiden nun rund 2 kg auf die Waage und seien inzwischen etwa 30 cm lang.

Seit Sommer 2017 leben im Zoo Berlin Deutschlands einzige Große Pandas. Am 31. August 2019 hatte Panda-Dame Meng Meng zwei Baby-Pandas zur Welt gebracht. Der Vater Jiao Qing (9) sei an der Aufzucht – wie für Große Pandas typisch – nicht beteiligt.

Nach der letzten Zählung des weltweiten Bestandes gehe man von nur noch etwa 1.864 ausgewachsenen Großen Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Daher wird der Panda auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft.

Der Zoo Berlin zahlt eine jährliche Leihgebühr für die seltenen Bären, welche, einem Zoosprecher zufolge, zu 100 Prozent in den Artenschutz fließe. Mit dem Beitrag werde Zucht, Schutzmaßnahmen und Wiederauswilderung der Großen Pandas finanziert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank. (Tsp)

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