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Zwei Generationen Seehund: Das Muttertier mit einem der Welpen. Foto: Karl Broeseke/Zoo Berlin /dpa
© Karl Broeseke/Zoo Berlin /dpa

Nachwuchs im Schwimmbecken Zwei Seehundwelpen im Berliner Zoo zur Welt gekommen

Lange wurden Seehunde gejagt, heute zählen sie zu den gefährdeten Arten. In Berlin sind jetzt zwei Jungtiere zur Welt gekommen.

Wie der Zoo Berlin erst jetzt mitteilte, brachte Seehündin Shiva (24) bereits am Montag das erste der beiden Jungtiere zur Welt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch folgte dann der Nachwuchs von Molly (14). Neben den beiden Müttern und ihrem Nachwuchs leben derzeit noch vier weitere Tiere auf der Anlage.

Das Geschlecht der beiden Welpen ist nach Angaben des Zoos noch nicht bekannt. Schwimmen können die Tiere nach elf Monaten Tragzeit aber von Geburt an. Das grau-silbrige, wasserabweisende Fell ist bereits voll ausgewachsen.

In Deutschland gelten die Tiere als gefährdet

In freier Wildbahn kommen Seehunde bevorzugt in Küstengebieten mit Sandbänken und Felsen vor und sind heute wieder über die ganze Nordhalbkugel verbreitet. Weil sie aber über Jahrhunderte gejagt wurden, zählten sie lange zu den gefährdeten Arten – im 19.und 20. Jahrhundert wurde ihre Ausrottung als vermeintlicher Konkurrent der Fischerei-Industrie von den Ostseestaaten sogar als wünschenswert erachtet.

Erst in den 1960er und 70er Jahren wurde die Jagd nach und nach verboten. Weltweit wird ihre Population heute auf 500.000 Tiere geschätzt. In Deutschland, wo die Tiere an der Nordseeküste im Wattenmeer Zuhause sind, ist ihr Status noch immer „gefährdet“.

An die Ostseeküste verirren sich Seehunde, die zur Familie der Hundsrobben gehören, nur selten. Im Vergleich zur Kegelrobbe, die auch an den deutschen Küsten verbreitet ist, sind Seehunde kleiner und schlanker. Ausgewachsen wiegen sie bis zu 100 Kilogramm – der Berliner Nachwuchs dürfte etwa zehn Kilogramm schwer sein.

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