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Mit selbst gebauten Baumhäusern und Tripods protestierten Aktivisten gegen den geplanten Autobahnbau und die damit verbundene Abholzung des Forstes. Foto: imago images/Tim Wagner
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Nach Protest im Dannenröder Forst Verfahren gegen Berlinerin gegen Auflage eingestellt

Die 20-Jährige soll Polizisten angegriffen und indirekt mit Fäkalien bespritzt haben. Nun bleibt sie straffrei, soll aber Freizeitarbeit verrichten. 

Eine Berlinerin, die bei der Räumung einer Baumsiedlung im hessischen Dannenröder Forst Polizeibeamte attackiert haben soll, bleibt straffrei. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat das Verfahren gegen die 20-Jährige am Freitag gegen eine Auflage vorläufig eingestellt. 

Die Studentin soll nun 80 Stunden Freizeitarbeit innerhalb von drei Monaten verrichten. Die Anklage lautete auf tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

In dem Waldstück beim Homberg (Ohm) hatten sich Umwelt- und Klimaschützer im vergangenen Herbst in Baumhäusern verschanzt und zahlreiche Barrikaden errichtet, weil sie Rodungen für den Weiterbau der Autobahn 49 verhindern wollten. 

Die Angeklagte soll an einer Konstruktion aus Reifen und Beton angekettet gewesen sein, die sie zudem mit Fäkalien gefüllt habe. Beim Abtrennen der 20-Jährigen seien die eingesetzten Beamten mit den Fäkalien bespritzt worden. Sie hätten Ekel und Übelkeit verspürt.

Die nicht vorbestrafte Angeklagte hatte erklärt, bei der dunklen Flüssigkeit habe es sich nicht um Fäkalien gehandelt. Sie habe Bitumen in eine Röhre gefüllt, um die Räumung zu verzögern.

Die Einstellung des Verfahrens erfolgte mit Zustimmung aller Prozessbeteiligten. Die 20-Jährige sei bei der Aktion über das Ziel hinausgeschossen, aber keine „reisende Täterin“, sagte der Staatsanwalt. „Die Kosten des Polizeieinsatzes bleiben an ihr hängen.“ Der 20-Jährigen wurde der Prozess vor einem Berliner Amtsgericht gemacht, weil sie in der Hauptstadt wohnt. (dpa)

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