Superwahlsonntag 2021 - Alle Wahlergebnisse, Analysen und News
Die neuen Mini-Garagen in Charlottenburger Straßen schützen Fahrräder vor Diebstahl und schlechtem Wetter. Foto: Cay Dobberke
© Cay Dobberke

Miet-Stellplätze in Berlin-Charlottenburg Neue Fahrradgaragen am Klausenerplatz eröffnet

Nicht in allen Häusern gibt es genug Platz, um Fahrräder abzustellen. Eine Alternative bieten jetzt kleine Garagen in Straßen nahe dem Schloss Charlottenburg.

Damit Fahrräder wettergeschützt, bequem und sicher außerhalb von Wohngebäuden abgestellt werden können, haben die Berliner Senatsverkehrsverwaltung und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf spezielle Garagen im Kiez um den Klausenerplatz eröffnet.

In dieser Gegend nahe dem Schloss Charlottenburg haben viele alte Mietshäuser steile Treppen und keine oder nur kleine Keller. Die abschließbaren Hauben aus transparentem Polycarbonat und Edelstahl stehen auf Gehwegvorstreckungen, am Rande der Bürgersteige, auf vorherigen Autoparkplätzen und auf Fahrbahnteilen.

An neun Orten, nach monatelangen Anwohnerbefragungen ausgewählt wurden, gibt es insgesamt 50 Stellplätze. Es handele sich um die ersten Fahrradgaragen, für die öffentliches Straßenland umgewidmet wurde, sagten Verkehrssenatorin Regine Günther und Bezirks-Verkehrsstadtrat Oliver Schruoffeneger (beide Grüne) bei einem Ortstermin am Montag.

Innerhalb von zwei Wochen seien schon 40 Stellplätze vermietet worden. Die Gebühr in Höhe von je neun Euro pro Monat decke die laufenden Betriebskosten. Mit der Vermietung wurde das Unternehmen insel-projekt.berlin beauftragt, das Erfahrung mit Quartiersmanagement hat.

Die Senatsverwaltung finanzierte die Beschaffung und die Installation der Fahrradgaragen. Diese verkauft der Hersteller Cervotec aus Münster für rund 5000 Euro pro Stück. Das Projekt solle bald innerhalb von Charlottenburg-Wilmersdorf ausgeweitet werden, kündigten Senatorin Günther und Stadtrat Schruoffeneger an.

Baubeginn für Fahrradparkhaus am Stuttgarter Platz noch unklar

Darüber hinaus will das Bezirksamt im Laufe dieses Jahres etwa 1500 Fahrradbügel aufstellen. Den Bedarf schätzt es aufgrund eines Gutachtens auf ungefähr 7500 Bügel. Für Lastenräder sollen die ersten im Juni aufgestellt werden.

[340.000 Leute, 1 Newsletter: Der Autor dieses Textes, Cay Dobberke, schreibt den Tagesspiegel-Newsletter für Charlottenburg-Wilmersdorf. Den gibt es hier: leute.tagesspiegel.de]

Am Stuttgarter Platz ist auch ein großes Fahrradparkhaus geplant. Wann dessen Bau beginnt, ist allerdings noch unklar.

Am Berliner Hauptbahnhof gibt es bereits Radboxen, die überdimensionalen Schließfächern ähneln. Fahrradgaragen sind auch für private Eigenheime erhältlich.

Zur Startseite