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Bitte hecheln: Echte Sportskanonen drehen bei jedem Wetter ihre Runden. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
©  Kitty Kleist-Heinrich

Mauerpark und Jahnsportpark Das sind die schönsten Jogging-Strecken in Prenzlauer Berg

Endlich mal wieder mit dem Joggen anfangen? Dann Schweinehund an die Leine und los: Eine Runde Prenzlauer Berg. Sogar mit Fuchs.

Seien wir ehrlich: Manches können sich auch die größten Optimisten unter uns nicht schönreden. Klar, die meisten von uns bemühen sich, positiv zu bleiben und betreiben geistig Aerobic, um diesem – Zitat Kind – „blöden Kack-Virus“ irgendetwas Gutes abzugewinnen. Beiträge, die mit „Endlich mal wieder ...“ beginnen, nehmen ebenso überhand wie die Corona-Fallzahlen.

Zeit, unsere lieben Leser endlich mal wieder mit einem „Endlich mal wieder...“-Beitrag zu beglücken. Was nämlich gerade wirklich gut geht: endlich mal wieder mit dem Joggen anfangen. Ein kontaktloser Sport, leicht in fast jeden Tagesablauf zu integrieren – und mit doppelter Freude: Einmal, wenn man sich überwunden hat. Und einmal, wenn’s vorbei ist.

Eine sehr schöne, abwechslungsreiche und für Anfänger ideale, weil in der Länge flexible Strecke schlängelt sich da zum Beispiel durch den nördlichen Prenzlauer Berg. Los geht’s auf der Behmbrücke an der Grenze zum Wedding und direkt links rauf auf den Schwedter Steig. (Achtung, die Brücke ist abschüssig und nicht immer gestreut.)

Hinter der Brücke dann rechts rein in den nördlichen Zipfel des Mauerparks, vorbei an den Ziegen und Schafen des Moritzhofs, durch das Birkenwäldchen und links in den neu eröffneten Teil des Mauerparks. Hier sich bitte nicht entmutigen lassen von all den sich stretchenden Sportskanonen nebst Personal Trainern – die haben auch mal hechelnd angefangen.

Quer über die Wiese geht’s am Stadion vorbei rechts in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Ziel ist die Laufbahn an der Cantianstraße, halb Sportstätte, halb Kino: Hier kann sich das Auge vor allem um die Mittagspausenzeit an den abenteuerlichsten gymnastischen Verrenkungen der versammelten Prenzlauer Berger laben. Da wird gehüpft, getänzelt, gehechtet, getrippelt, gestemmt, als gebe es kein Morgen – und später wieder Homeoffice.

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Die Tartanbahn läuft sich toll, der weiche Untergrund – und bei Regen das Bänkchen unterm Vordach – eignen sich aber auch gut für Liegestütze und körperliche Aerobic.

Momentan ist die Bahn allerdings häufiger witterungsbedingt geschlossen. Aber warum auch bei 2 Grad und Trockenheit? „Tartan ist nochmal glatter, wenn’s schneit“, erklärt die nette Dame der Senatssportverwaltung am Telefon. „Das ist nicht zu vergleichen mit der Straße. Wenn’s überall weggetaut ist, liegt’s bei uns garantiert noch.“ Aber der Platzwart sei ständig vor Ort und mache, sobald möglich, wieder auf. „Gibt ja sonst nicht mehr so viele Möglichkeiten.“

[Die Autorin dieses Textes springt zwar manchmal ein, aber meistens schreibt Christian Hönicke den Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Pankow. Den gibt es hier: leute.tagesspiegel.de]

Sollte die Laufbahn geschlossen sein, eignet sich auch das gegenüberliegende Fußballfeld des SV Empor zum Runden drehen oder Liegestütze stemmen.

Dort allerdings sollte man sich auf den abendlichen Spaziergang des ansässigen Fuchses einstellen. Der will aber nur spielen. Gans sicher.

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