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Das Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin. Foto: imago images/Christian Kielmann
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Update „Massive Angriffe“ Unbekannte attackieren Computersysteme der TU Berlin

Seit dem frühen Freitagmorgen ist das Windows-Netz der Technischen Universität schweren Angriffen ausgesetzt. Aus Sicherheitsgründen wurden Dienste abgeschaltet.

Unbekannte haben die Computersysteme der TU Berlin angegriffen. Seit dem Freitagmorgen seien die Windows-Teilbereiche der Computersysteme "massiven Angriffen" ausgesetzt, teilte das Campusmanagement der TU mit.

Matthias Reyer, Direktor des Campusmanagements, bestätigte den Vorgang am Freitag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Aus Sicherheitsgründen habe man verschiedene IT-Dienste abgeschaltet - vorübergehend könne es darum zu erheblichen Einschränkungen kommen. Zunächst hatte der RBB am Freitagvormittag von dem Angriff berichtet.

Der Angriff war aufgefallen, weil verschiedene verschlüsselte Dateien auf einmal am falschen Ort im System gewesen waren, wie Reyer weiter ausführte. Es seien jedoch niemals sensible Daten öffentlich einsehbar gewesen.

„Nach der Prämisse Safety First sichern wir erstmal den Unfallort ab“, sagte Reyer. Wie lange die Einschränkungen für die Studenten und Mitarbeiter andauern werden, könne man im Moment nicht abschätzen - schließlich spreche man hier „von ganzen IT-Landschaften“, die untersucht werden müssten.

Bundestag, Kammergericht: Immer wieder Angriffe

In der Vergangenheit hatte es wiederholt Angriffe auf die IT-Infrastruktur öffentlicher Einrichtungen in Berlin gegeben. Besonders prominent war 2015 eine wochenlange Attacke auf das Rechnernetz des Bundestags, bei der Hacker in größerem Umfang Daten erbeuteten. Verdächtigt wird die Gruppe "Fancy Bear", hinter der der russische Militärgeheimdienst GRU steht.

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Im Jahr 2019 legte der Emotet-Virus das Computersystem des Berliner Kammergerichts lahn. Die Auswirkungen waren noch weit bis ins Jahr 2020 zu spüren.

Erst im März 2021 wurde durch eine Anfrage des FDP-Abgeordeneten Bernd Schlömer bekannt, dass kaum eine Berliner Behörde die Vorgaben für IT-Sicherheit erfüllt. Der nächst Hack, urteilte Schlömer, sei "nur eine Frage der Zeit". (Tsp, dpa)

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