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Die Einzelkliniken mit den meisten Geburten in Berlin liegt in Tempelhof. Foto: Fabian Strauch/dpa
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Leichte Geburtenzunahme in Berlin St. Joseph Krankenhaus erneut geburtenstärkste Einzelklinik in Deutschland

In Berlins Kliniken kamen 2021 0,9 Prozent mehr Babys zur Welt. Mehr als 4000 Kinder erblickten im St. Joseph Krankenhaus das Licht der Welt.

Mehr Neugeborene trotz Corona: Das St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof (SJK) hat im vergangenen Jahr erneut einen kleinen Babyboom erlebt: Insgesamt kamen 4.548 Kinder 2021 in der Klinik zur Welt – darunter 134-mal Zwillinge und zweimal Drillinge. 

Damit ist das SJK laut Milupa-Geburtenliste zum zehnten Mal in Folge die geburtenstärkste Einzelklinik in Deutschland und liegt unter anderem vor dem Bürgerhospital Frankfurt am Main.

Die vom wissenschaftlichen Informationsdienst der Milupa Nutricia GmbH erstellte Jahresstatistik berücksichtigt mehr als 600 Krankenhäuser deutschlandweit. Die Daten deuten außerdem für 2021 auf einen Trend zu mehr Geburten hin - für Berlin und deutschlandweit. 

In der Hauptstadt waren es 0,9 Prozent mehr, verglichen mit 2020. Bundesweit stieg die Zahl der Geburten um 2,7 Prozent. Insgesamt waren es 765.686 Entbindungen. 

Hausgeburten und andere Geburten, die außerhalb der Kliniken stattgefunden haben, werden in dieser Statistik allerdings nicht berücksichtigt. Die absoluten Zahlen veröffentlicht das Statistische Bundesamt in der Regel immer erst im Frühjahr.

Mehr Geburten trotz Corona-Beschränkungen

Das ausgerechnet in dem Jahr, dass vollständig durch den Eindruck der Corona-Pandemie geprägt war, mehr Kinder zur Welt kommen, widerspricht den Erwartungen vieler Experten.

„Umso erfreulicher und hoffnungsvoll ist es, dass so viele Menschen den Schritt zur Familiengründung gegangen sind. Uns als Geburtsklinik erfüllt es mit Freude, dass sich wieder einmal mehr Frauen in die Obhut unseres kompetenten und engagierten Teams begeben haben“, sagte Michael Abo-Dakn, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe vom SJK. Weiterhin bleibe es eine „Herausforderung, jede Geburt zu einem individuellen Erlebnis nach höchsten medizinischen Standards“ zu gestalten.

[Atypisch und unselbstständig: „Wir haben momentan die unglücklichste Generation an Kindern seit dem Zweiten Weltkrieg“ (T+)]

Aufgrund der Pandemie hätten sich im vergangenen Jahr außerdem die Online-Eltern-Informationsabende des SJK bewährt. „Wir erreichen damit unkompliziert Frauen oder Paare, die noch nicht entschieden sind, wo sie ihr Kind zur Welt bringen wollen“, erklärt Abou-Dakn.

Der Nachteil sei allerdings, dass persönliche Gespräche unter vier Augen oder im kleineren Kreis nach den Informationsabenden leider nicht möglich seien.

Der Kreissaal und die Geburtsstation vom St. Joseph Krankenhaus in Berlin-Tempelhof. Foto: Kitty Kleist-Heinrich Vergrößern
Der Kreissaal und die Geburtsstation vom St. Joseph Krankenhaus in Berlin-Tempelhof. © Kitty Kleist-Heinrich

Das SJK verfolgt bei seinen Geburten ein bindungsorientiertes Konzept. Das heißt, dass auf „natürliche“ Geburtsabläufe viel Wert gelegt wird sowie die Kontaktaufnahme, zum Beispiel durch Stillen und Bonding, zwischen Eltern und Babys gefördert wird. 

Ein Vorteil der Klinik ist auch die zum St. Joseph Krankenhaus gehörende Neonatologie. Auf der Station in unmittelbarer Nähe zum Kreissaal können kranke Neugeborene und Frühgeborene zeitnah versorgt werden.

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