Der Marktplatz der Kreisstadt Herzberg. Foto: imago/Rainer Weisflog
© imago/Rainer Weisflog

Landkreis Elbe-Elster Kurz vor Sachsen leben Rentner bundesweit am günstigsten

Einer Studie zufolge ist der Landkreis Elbe-Elster in Südbrandenburg der günstigste Altersruhesitz in Deutschland. Die teuersten im Osten: Potsdam und Berlin.

Nirgendwo in Deutschland ist das Leben für Rentner laut einer Untersuchung so günstig wie im Südbrandenburger Landkreis Elbe-Elster. Der teuerste Altersruhesitz ist München, wie eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag einer Initiative der Deutschen Versicherer ergab. Bundesweit variiert die Kaufkraft für Rentner regional stark.

In Brandenburg sind die Lebenshaltungskosten der Studie zufolge vielerorts sehr günstig. So sei neben dem Kreis Elbe-Elster beispielsweise auch im Spree-Neiße-Kreis und in der Prignitz das Preisniveau um mehr als zehn Prozent niedriger als im Bundesdurchschnitt. Schon in der Vergangenheit lag der Kreis Elbe-Elster in dieser Wertung vorn. Zugleich wird für diese Region bis 2035 ein Bevölkerungsrückgang erwartet, der so hoch ist wie nirgendwo sonst in Deutschland.

Alle brandenburgischen Kreise und kreisfreien Städte liegen demnach unterhalb des Bundesdurchschnitts - mit einer Ausnahme: Potsdam. Die Landeshauptstadt und Berlin sind die einzigen ostdeutschen Kommunen in der Liste der 50 teuersten Regionen Deutschlands: Potsdam auf Platz 38, Berlin auf Platz 44.

„Der Wohnort hat großen Einfluss auf die Lebenshaltungskosten und damit den Wohlstand im Alter“, erläuterte Studienautor Heiko Burret. Einbußen beim Lebensstandard drohten überall dort, wo die Alterseinkünfte im Verhältnis zum regionalen Preisniveau sehr niedrig ausfielen.

[Behalten Sie den Überblick: Jeden Morgen ab 6 Uhr berichten Chefredakteur Lorenz Maroldt und sein Team im Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint über Berlins wichtigste Nachrichten und größte Aufreger. Kostenlos und kompakt: checkpoint.tagesspiegel.de]

Für die Auswertung hat das Institut die Lebenshaltungskosten der Rentner in 401 Kreisen und kreisfreien Städten verglichen. Dafür wurden die Gewichtung des allgemeinen Warenkorbs des Statistischen Bundesamtes an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen angepasst. Gesundheitsausgaben und Mieten haben in dieser Altersgruppe demnach ein höheres Gewicht. Kosten für Bildung spielen eine geringere Rolle. (Tsp, dpa)

Zur Startseite